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Die Verbraucherzentralen und das Eiweißbrot

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Wer zum Abnehmen auf den Verzehr von Kohlenhydraten verzichtet, muss seine Ernährungsgewohnheiten in einigen Punkten umstellen. Gerade der Verzicht auf das „Abendbrot“ fällt vielen Menschen schwer, sollen die Kohlenhydrate doch gerade am Abend vermieden werden.

Um diesem Dilemma abzuhelfen, haben inzwischen viele Bäckereiketten aber auch einzelne Bäcker sog. Eiweißbrote, auch Proteinbrote genannt, im Angebot. Bei diesen wird das Mehl weitgehend durch Sojasaaten, Körner und andere proteinhaltige Zutaten ersetzt. Damit haben diese Brote nur sehr wenig Kohlenhydrate – zumeist zwischen 5% und 10% – und im Gegenzug viel Eiweiß, oft um die 25% oder mehr.

Verbraucherschützer bemängeln die Low-Carb-Brote nun unter drei Gesichtspunkten: Sie würden viel mehr Fett und damit Kalorien enthalten als „echtes Brot“, sie wären zu teuer und würden nicht schmecken. Dies zumindest kann man einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bayern entnehmen.

Richtig ist zunächst: Vom Eiweißbrot allein nimmt keiner ab. Der Effekt funktioniert nur dann, wenn man sich grundsätzlich kohlenhydratarm ernährt und seinem Körper beigebracht hat, anstatt der Kohlenhydrate die körpereigenen und mit der Nahrung aufgenommen Fette zu verbrennen, einen Stoffwechselzustand, den man Ketose nennt. Wichtig ist dabei auch: Abnehmen kann man auch dabei nur, wenn man weniger Kalorien isst, als man verbraucht. Gerade das fällt beim Verzehr von Eiweißbrot aber leichter. Denn gerade Proteine und Fette sättigen viel schneller, als Kohlenhydrate. Letztere sind im übrigen nicht essentiell, d.h. lebensnotwendig, sondern nur ein schneller Energielieferant.

Eiweiß braucht der menschliche Körper aber am wichtigsten. Und eiweißhaltige Produkte sind generell teurer als die nicht essentiellen Kohlenhydrate. Wer mehr Eiweißbrot isst, ist nicht in diesem Maße auf andere Eiweißquellen angewiesen, die wahrscheinlich noch teurer sind: Fisch, Fleisch und Käse z.B. Richtig eingesetzt kann Eiweißbrot also sogar helfen, den Eiweißbedarf günstiger zu decken. Sie sollten aber auf einen möglichst geringen Fettanteil Ihres Eiweißbrots zu achten.

Was nun den Geschmack angeht: Proteinbrote schmecken anders, als gewohnte Brote, es gibt zwischen den einzelnen Sorten jedoch auch sehr große Geschmacksunterschiede. Probieren Sie sich einfach durch die verschiedenen Angebote durch und Sie werden sicher Ihren Favoriten finden. Tipp: Viele dieser speziellen Brote schmecken besser, wenn Sie getoastet werden.

Festzuhalten bleibt also: Wer zum Abnehmen allein auf Eiweißbrot setzt, wird nur schwerlich Erfolg haben.

Im Rahmen einer bewussten Low-Carb Ernährung stellen Proteinbrote aber einen wertvollen Baustein dar – besonders dann, wenn man sie auch bewusst belegt!

Tipp: Es gibt auch Backmischungen für Eiweißbrot.

Hier finden Sie mehr Hintergrundinformationen zu Eiweißbrot.

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3 Kommentare

  1. Pingback: News & Magazin : naanoo.com

  2. Hallo,

    das ist doch ein interessanter Beitrag zum Thema, danke.

    Im Übrigen gibt es ein Urteil in Schleswig Holstein (http://www.eiweisshaltige-eiweissreiche-lebensmittel.de/allgemein/eiweissbrot-macht-schlank.html), dass den Hype um das Thema juristisch ‚einordnet‘.

    MfG Robert

  3. Zum ersten eine Bemerkung bezüglich des Geschmacks: Ich habe selbst einige Zeit ein Eiweißbrot auf meinem Ernährungsplan das besser schmeckt als viele andere Brote. es ist zudem saftig und sättigt ausgezeichnet und auch der höhere Fettanteil macht überhaupt nichts.
    Wenn man täglich nicht unbedingt über 50 g Kohlehydrate kommt, ist es nicht einmal ein Problem die Kalorien durch 120 g Fett und 120 g Protein zu ersetzen und sogar dabei abzunehmen – ohne Sport! Einzig und alleine die Reduzierung der Kalorien ist notwendig, womit Ihre Aussage „Wer zum Abnehmen allein auf Eiweißbrot setzt, wird nur schwerlich Erfolg haben.“ nicht ganz richtig ist, denn man kann sehr wohl durch Eiweißbrot mit einem relativ hohem Fettgehalt abnehmen (selbst habe ich fast 14 kg in gut 5 1/2 Monaten abgenommen).
    Das ist wohl Beweis genug.

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