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…leben Sie besser.

Das Problem mit der Sonnencreme…oder wie erklärt man Politikern die Logik…

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Ich fange es mal so an… Logisch ist es: im Winter ist es kalt, da sich die Sonne auf der anderen Seite der Erdkugel befindet und somit ist das Gegenteil, der Sommer… warm. Dann steht die Sonne auf unserer Halbseite und strahlt mit ihrer Kraft voller Power auf unsere Körper.

Gesunden Menschen machen diese UV A und B Strahlen nicht viel aus. Sie müssen sich auch schützen, oder sagen wir es mal so… es wäre klüger sich zu schützen. Die Haut ist eines unserer größten Organe und wenn dieses erst einmal beschädigt ist, haben wir ein Problem.. ein großes und viel tiefer führendes Problem haben die Patienten, die unter der Mondscheinkrankheit leiden.
Diese Gruppe Patienten haben eine totale Unverträglichkeit der UV A und B Strahlen, können nicht ohne Sonnenschutz und angemessener Kleidung sich bewegen. Denn wenn sie sich nicht schützen würden, bekommen sie das schlimmste, was einem Menschen passieren kann, Krebs! Selbst in Wohnungen, Häuser, Schulen und Arbeitsplätzen müssen die Fenster mit Folie abgeklebt sein. Energiesparlampen sind Gift für die kranke Haut eines Mondscheinkindes. Auch wenn im Winter die Sonne weit weg für uns scheint, sind die Mondscheinkinder gefährdet. Und auch ein Regentag mit dunklen Wolken wäre kein Schutz für diese Menschen.

Warum ich die Überschrift so genannt habe… weil Politiker ein Problem mit meiner Logik haben!

Ich engagiere mit seit 7 Jahren für diese Menschen… damit sie ihre Sonnenschutzcreme von den Krankenkassen bezahlt bekommen. Nicht jede Krankenkasse bezahlt diese, denn sie müssen es nicht. Sonnenschutzcreme ist eine Kosmetik und somit nicht in irgendeiner (sorry, für meine Ausdrucksweise) beschissenen Liste, die dann halt bezahlt werden muss.

Ich spreche mit so vielen Menschen über diese Krankheit, gebe ihnen Infos, erkläre wie wichtig das richtige Eincremen zumindest im Sommer ist, mache über diese Krankheit aufmerksam. Ich spreche mit Politikern, die die Macht und auch die Möglichkeit haben, dieses Problem zu ändern … aber irgendwie bekomme ich das Gefühl, das wir „Normalos“ das Problem verstehen und auch die Logik besitzen.. das sich hier dringend etwas ändern muss. Politiker erzählen mir immer wieder, dass sie da halt nichts dran machen können, sie hätten damit nichts zu tun, sie wären dafür nicht zuständig…

Da stellt sich mir eine konkrete Fragen… hätten sie damit auch nichts zu tun, wenn sie ein betroffenes Kind hätten, wenn es dafür keine Forschung gibt, es nur eine einzige Alternative das Eincremen wäre.

Die Logik ist unschlagbar und selbst Politiker können „ verstehen“ … die Hoffnung stirbt zuletzt!

Gastartikel von Heike Harrison. Mehr zum Thema gibt es unter www.xerodermapigmentosum.de.

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2 Kommentare

  1. Ich kenne Heike Harrisons Arbeit und bewundere ihre Ausdauer in ihrem Einsatz für die Mondkinder. Für ein paar dieser Mondkinder hat sie die Kostenübernahme durch deren Krankenkasse erreicht. Doch das sind die Fälle, aus denen die Krankenkassen aus Kulanz heraus handeln. Aus dem selben Grunde, das eben die Krankenkasse nicht zur Kostenübernahme verpflichtet sind, drücken sich andere Krankenkassen vor der Kostenübernahme und ignorieren dabei gänzlich, dass die Sonnencreme für diese Form von Patienten LEBENSWICHTIG ist und eben für diese KEINE Kosmetik mehr darstellt. Es wäre ganz einfach zu lösen, wenn die Politiker nur gewillt wären. Eine Regel zu erstellen, die besagt, dass bei Mondkindern die Sonnencreme als wichtige Krebsprophylaxe zuzulassen und somit die Kosten davon von den Krankenkassen zu übernehmen sind.

    Zur ökonomischen Sichtweise:
    Es gibt um die 50 Mondscheinkinder in Deutschland und die Kosten belaufen sich pro Person pro Jahr auf 1.000 Euro. Allein eine einzige Operation mit anschließender Krebstherapie kostet somit mehr die Krankenkassen, als die Prophylaxe aller 50 Mondscheinkinder zusammen. Es läßt ich also einiges sparen, wenn den endlich die Prophylaxe bezahlt werden würde.

    Die Übernahme der 1.000 Euro stellt für eine Krankenkasse keine Härte da, jedoch für die ohnehin stark belasteten Familien ist es eine außergewöhnliche zusätzliche Härte. Besonders, wenn sie finanziell es nicht privat leisten können.

  2. Pingback: Welcome

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