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Abnehmen und Schichtdienst – ein Erfahrungsbericht

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Eigentlich wurde dieser Beitrag als Kommentar zum Artikel „Zwei Wochen im 8kg-weniger Projekt“ gepostet. Ich finde ihn aber so informativ, dass er einen eigenen Artikel verdient hat:

Hallo Severin, sehr inspirierend, die Zusammenfassung zu Deinem 8 Kg Projekt.

Zeigt sie mir doch, dass wir in etwa den gleichen Weg eingeschlagen haben. Bei mir standen jedoch zum Anfang etwas andere Werte. 35 Kg und ein Bauchumfang von 120 verlangen etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit.

Ich habe dabei mit der Dukan Angriffsphase angefangen – 10 Tage. In den ersten Wochen ging es natürlich schneller mit dem Gewichtsverlust. Seit Anfang Oktober sind bis jetzt gut 17 Kg runter und 15 cm Bauchumfang weniger.

Meine Ernährung ist ähnlich wie bei Dir. Ich habe damit begonnen, das Frühstück ausfallen zu lassen was an sich überhaupt keine Schwierigkeit ist, sobald der Körper an eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten gewöhnt ist. Einerseits habe ich dadurch sowieso weniger Hunger, andererseits entfallen die üblichen Symptome die man beim Frühstücksverzicht mit “normaler” Ernährung hat. Oft kommt es ja dann dazu, dass man etwas nervös wirkt, Kopfschmerzen bekommt oder zittrig wird. Bei manch einem kann das sogar bis zur Unterzuckerung gehen.

Doch wenn der Körper bereits gelernt hat, sich seine nötige Energie auch ohne Kohlenhydrate zu beschaffen, fällt das alles weg.

Es gibt aber auch noch eine weitere, für mich sehr interessante Erfahrung mit dieser Ernährung: Bis Oktober hatte ich viel mit zum Teil heftigen Kopfschmerzen zu tun. Seit ich auf Getreide, Stärke und Zucker verzichte, brauchte ich nicht eine einzige Tablette mehr.

Mir war das anfangs gar nicht so bewusst, bis ich in einem Text zum Thema Ernährung und Migräne darüber las. Da viel mir auf, dass die im Oktober gekaufte Packung mit Tabletten noch unangetastet war. Normal waren 1 – 2 Tage pro Woche, wo ich zu Tabletten greifen musste. Das ist seit dem völlig verschwunden.

Beim Start zu diesem Projekt habe ich mich sehr intensiv umgeschaut, um mich über die verschiedenen Methoden zu informieren. Mein Interesse an der Dukan Methode, hat mich auch auf Deine Seite hier gebracht.

Neben den verschiedenen Low Carb Diäten gefiel mir auch die Idee des kurzzeitigen Fastens.

Da ich ja oft an meinen freien Tagen ( ich arbeite im Schichtdienst) erst gegen Mittag oder Nachmittag die erste Mahlzeit zu mir genommen habe, stellte das keine große Herausforderung dar. Ich fand eine Reihe interessanter Ansätze wie z.B. Eat-Stop-Eat von Brad Pilon oder anderen Autoren. Man findet sehr ausführliche Berichte wenn man nach „intermittent Fasting“ oder „intermittierendes Fasten“ im Internet sucht. Die englischsprachigen Seiten sind da jedoch viel umfangreicher.

Es gibt etliche Untersuchungen von diversen Universitäten, die den positiven Effekt des kurzzeitigen Fastens belegen. Darüber hinaus braucht man sich einfach nur mal selber darüber schlau zu machen und das Ganze für sich auszuprobieren, dann kennt man die Effekte aus eigener Erfahrung und weiß sie zu schätzen.

Es geht dabei um mehr als nur um den Gewichtsverlust. Man fühlt sich einfach viel besser und ist entgegen der Erwartung völlig energiegeladen und munter.

Nebenbei kommt das meinem doch etwas unstetem Leben im Schichtdienst sehr entgegen. Es ist oft hart genug, den Körper zur Nachtschicht umzustellen, da empfinde ich es als Erleichterung mit dem entsprechendem Konzept die Ernährung auf ein Mindestmaß anzupassen.

Meine Ernährung besteht also im Wesentlichem aus Proteinquellen wie Fleisch, Geflügel,Fisch, Eiern und viel frisches Gemüse so wie etwas Obst. Ich vermeide so weit es geht alle bereits fertigen und verarbeiteten Lebensmittel. Da ich sowieso kein Alkohol trinke, muss ich hier auf nichts verzichten. Zu trinken gibt es bei mir reichlich – Wasser, Tee und etwas Kaffee.

Neben dem „Weglassen“ bestimmter Nahrungsmittel und der Zeit der Nahrungsaufnahme stellte sich auch für mich die Frage nach „mehr Bewegung“.

Sportverein kommt für mich auf Grund meines chaotischen Dienstplan nicht in Frage und Fitnesscenter ist nicht mein Ding. Aber auch auf diese Frage bietet das Internet eine Fülle an sehr interessanten Hinweisen.

Zunächst jedoch habe ich das Pensum an Bewegung in meinem Alltag mit vielen kleinen Dingen erhöht. So gehe ich viel zu Fuß. Von der Bushaltestelle bis nach Hause sind es 1,5 Km mit einer anstrengenden Steigung.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Untersuchungen die belegen, dass kurzzeitige hohe Belastungen beim Sport zum Teil effektiver sein können als die frühere Empfehlung von langem Ausdauersport.

Einen aktuellen englischsprachigen Bericht dazu gibt es hier:http://goo.gl/07Xvz – oder unter dem Suchbegriff „Tabata Protokoll“

Ich teste solche Aussagen gerne selber und habe festgestellt, dass sie sehr gut in mein Leben passen. Meine Ausdauer hat sich auf jeden Fall merklich erhöht und ich kann alle Übungen überall und ohne Geräte spezieller Kleidung machen. Liegestüzen, Klimmzüge, Kniebeugen, etc. – alles Übungen die man jederzeit und überall machen kann. Richtig ausgeführt bringen sie enorme Vorteile.

Soweit meine Erfahrung mit dem doch ziemlich ähnlichem Konzept. Es wirkt und macht Laune :-)

Gruß Klaus

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