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Buchkritik: 30 leckere Paläo-Rezepte

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„30 leckere Paläo-Rezepte – Schnelle und einfache Paläo-Rezepte für eine natürliche Gewichtsabnahme und ein super gesundes Leben“ so lautet der vollständige Titel des kleinen Kindle eBooks von Claudia Petersen. Der Titel sagt schon recht deutlich, worum es hier geht: Rezepte für die immer populärer werden Steinzeit-Ernährung, die auch Paläo-Ernährung genannt wird.

Zunächst gibt es eine kurze Einführung in die Steinzeiternährung sowie allgemeine Abnehmtipps. Etwas knapp und vereinfachend, deutlich wird aber worum es geht: ein Ernährungskonzept, das auf dem aufbaut, was unserer Vorfahren vor der Einführung der Landwirtschaft gegessen haben.

Es folgen drei Kapitel mit Rezepten: für Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Doch hier ist teilweise Kritik angebracht: Backpulver? Xylit (E 967) in sehr großen Mengen? Weinstein? Das sind nicht gerade Zutaten, die es in der Steinzeit gab… Auch die Verwendung von Käse ist kritisch zu sehen, wird dieser doch von nahezu allen Verfechtern der Steinzeitdiät abgelehnt. Gleiches gilt bei Bacon und Schinken. Letztlich ist festzustellen, dass man hier genaugenommen keine Steinzeitrezepte findet, sondern 30 Low-Carb-Rezepte.

Bei der Rezeptauswahl sind die Frühstücksrezepte allesamt eher süß (Xylit…) und obstlastig – aber das entspricht wohl den Vorstellungen der meisten Deutschen von einem Frühstück. Die Mittagsrezepte haben ebenfalls eher wenig mit der Steinzeiternährung zu tun. Am meisten erfüllen noch einige Abendrezepte – wie z.B. die feurige Hähnchenbrust – deren Kriterien.

Somit bleibt ein zwiespältiges Bild: Mit Steinzeiternährung haben die Rezepte nicht sonderlich viel zu tun, einige Zutaten sind in der verwendeten Menge sogar generell bedenklich (E 967). Dennoch passen die meisten recht gut zur allgemeinen Low-Carb-Ernährung und bringen einen auf gute Ideen.

Wenn das eBook – wie immer wieder einmal – zum kostenlosen Download angeboten wird, sollten Sie also auf jeden Fall zugreifen; aber auch die kostenpflichtige Variante ist mit den gemachten Einschränkungen kein kompletter Fehlkauf.

Link zum Buch:

Kostenlose Kindle Reader Apps.

Die Kritik bezieht sich auf die Ausgabe Stand 18.10.2013.

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