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Wein und das französische Paradoxon

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© Depositphotos.com/viperagp

Dass Wein förderlich für die Gesundheit sein soll, wird schon seit einigen Jahrzehnten vermutet. Um genau zu sein, seit den 1970er-Jahren.

Damals stellten Forscher fest, dass die Franzosen, trotzdem sie sich gleich fett und ungesund ernährten wie alle anderen Europäer, viel seltener an schweren Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems litten. Auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, lag um bis 75 Prozent niedriger als in den umliegenden Ländern. Da den Franzosen generell ein höherer Rotweinkonsum nachgesagt wird, war die Ursache für die Unterschiede innerhalb Europas schnell ausgemacht.

Allerdings war dies damals mehr eine Vermutung als eine gesicherte wissenschaftliche Ansicht, denn es lagen keine verifizierbaren Beweise vor, dass die Franzosen tatsächlich mehr Rotwein tranken. Dieses Phänomen wird auch French Paradoxon oder das Französische Paradoxon genannt.

Der endgültige Beweis gelang Forschern einer Universität erst im Jahr 1992. Sie stellten in Tierversuchen eindeutig fest, dass ein mäßiger Rotweinkonsum, die Gefahr an einer der oben genannten Krankheiten zu erkranken, erheblich senkt. Bei der Untersuchung der etwa 500 bekannten Bestandteile des Rotweins identifizierten sie die Phenol-Bestandteile im Wein als Verursacher des Phänomens. Sie machen etwa 0,2 Prozent eines Rotweins aus. Bei Weißwein liegt dieser Anteil um die Hälfte niedriger.
Der Grund liegt in der unterschiedlichen Gärung. Beim Weißwein wird in der Regel nur der Traubensaft vergoren, während beim Rotwein auch die Schalen und Kerne Verwendung finden.

Doch im Wein sind auch Stoffe enthalten, die sich schädlich auf den Organismus auswirken können. Zum ersten ist da der Alkohol zu nennen. Bei regelmäßigem Konsum tritt eine Gewöhnung ein, die zu einem erhöhten Konsum führen kann, was mit einer Vielzahl von Erkrankungen im Zusammenhang stehen kann. Darunter Leberschäden, aber auch Krebs. Zum zweiten sind im Rotwein so genannte Tannine enthalten. Diese verleihen dem Rotwein zu einem wesentlichen Anteil seinen Geschmack. Im Körper können sie jedoch dafür sorgen, dass zum Beispiel Eisen oder Calcium nicht mehr richtig verstoffwechselt werden können. Auch die Aufnahme bestimmter Medikamente kann gestört oder sogar ganz verhindert werden. Also gilt beim Rotwein ganz besonders die Regel: Das Maß macht’s. Gegen ein Glas am Abend ist nichts einzuwenden, jedoch sollte es auf keinen Fall mehr werden.

Doch neben den gesundheitlichen Eigenschaften ist Wein noch wesentlich mehr. Er ist ein Lebensgefühl, das für Sinnlichkeit, Behaglichkeit, Ruhe und Entspannung steht. Somit gehören auch gute Weine und gutes Essen für den Weinliebhaber unweigerlich zusammen. Während Rotwein gut zu deftigen Speisen, wie Fleischgerichten oder gut gewürzten Nudelgerichten passt, eignet sich Weißwein perfekt für leichte Gerichte, wie Reis oder Fisch. Gleichzeitig kann Wein unheimlich spannend sein, wenn man sich in die Geschichte und Entstehung vertieft.

Mehr Infos rund um den Wein gibt es hier.

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