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16kg in vier Monaten weniger – ein Erfahrungsbericht

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Wir haben hier einen neuen interessanten Erfahrungsbericht von Andreas – der mit einer Ernährungsumstellung 16kg in vier Monaten abgenommen hat!

Der Plan und die Vorüberlegungen

Ich möchte hier über meine bisherige Erfahrung über meinen Gewichtsverlust von 16kg in einem Zeitraum von 4 Monaten berichten.

Wie alles im Leben beginnt auch eine Diät mit dem Kopf, wer nicht bereit ist, wird nach jedem Kilo das man verloren hat, mit einem Kilo Zunahme belohnt. Der allseits bekannte „Jojo-Effekt“ kommt meiner Meinung nach nicht nur bei zu schnellem Abnehmen zu tragen, sondern auch beim halbherzigen Diäten. So musste ich mir erst über ein paar Fragen im Klaren werden:

  • Warum möchte ich abnehmen?
  • Wieviel möchte ich abnehmen?
  • In welchem Zeitrahmen? (Jede/n Woche/Monat X kg? Oder bis zum Datum „..“ Y kg?)
  • Wie möchte ich abnehmen (Lebensmittelumstellung, Sport, etc.)?

In meinem Fall, habe ich mit einer reinen Lebensmittelumstellung mein Gewicht von 111 kg, auf aktuell 95kg senken können. Hierbei stellten sich mit weitere Fragen:

  • Welche Lebensmittel?
  • Zeiteinteilung?
  • Ist es trotz Einschränkungen möglich für Abwechslung zu sorgen?

Aber machen wir uns nichts vor, das Limit ist bei einer reinen Lebensmittelumstellung irgendwann erreicht und dann kommt die erneute Entscheidung: Sport oder kein Sport?!

Wie man schnell erkennt, gehört mehr dazu, als der reine Wille abzunehmen, Organisation und Selbstdisziplin sind nicht weniger wichtig.

Das sei aber nur erwähnt, damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon habt, wie ich an die Sache heran gegangen bin, nun möchte ich euch aber auch von dem „gar nicht so beschwerlichen Weg berichten“.

Dazu beantworte ich euch die Fragen, die ich mir selbst zu Beginn meiner Diät gestellt habe:

Warum möchte ich abnehmen?

Wie bei jedem anderen -den sein Gewicht mal mehr und mal weniger plagt-, gibt es äußere Einflüsse und Meinungen die stetig für Gedankenwusel sorgen und jemanden wie mich und vllt. auch dich in der Entscheidung beeinflussen.

Und ja, mich hat es beeinflusst und zwar negativ.

Je mehr Zuspruch ich zu meinem Plan abzunehmen erhalten habe, desto WENIGER wollte ich es am Ende durchziehen. Man wird schnell verleitet, eine Diät aus dem falschen Grund zu beginnen. So sind viele Versuche meinerseits eine „ernstgemeinte“ und vor allem „wohl überlegte“ Diät zu starten gescheitert, weil ich mir nicht wirklich im Klaren über die realen Motive meines Diätwunsches war. Erst als ich mich dem Thema losgelöst von allen Meinungen gestellt hatte, konnte ich klar erkennen, warum?!

  • Fühlte ich mich wohl (trotz zweier Fersensporne und Schmerzen in den Fußsohlen/-gelenken)?
  • Fühlte ich mich wohl in meiner Haut („Sieht man sich gerne an? Lässt man sich gerne anschauen?“)?
  • Fühle ich mich in meinem Outfit wohl, kann ich meinem Style gerecht werden?

Es ist eine Sache es zuzugeben!

Hättest „Du“ mich gefragt = „Ja klar fühle ich mich wohl!“, aber es ist eine andere Sache sich die Wahrheit einzugestehen!

Also: Nein! Ich fühlte mich nicht wohl mit 30+ Kg Übergewicht. Weder in meiner Haut, Gesundheitlich, noch in meiner Kleidung!

Wieviel möchte ich abnehmen?

Es ist schwierig eine vernünftige Grenze zu setzen. Mir war bewusst, dass jedes Kilo helfen wird, gesundheitlich eine Besserung zu bewirken und wegen der Gesundheit ein „Limit“ zu bestimmen, das mögen sich Ärzte anmaßen aber ich hätte das nicht objektiv gekonnt.

Also machte ich es von meinem Wohlbefinden abhängig. Ich habe mein 1. Ziel auf 90kg definiert, weil mich das mindestens eine Kleidergröße weiter bringt und davon abgesehen sind 21 kg auch kein Zuckerschlecken. Nach einer knappen Halbzeit ca. 100kg, durfte ich anfangen mich nach neuer Kleidung umzusehen, gutes Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein! Und ich denke, sobald ich das gewünschte Ziel erreicht habe, passt mir die jetzt noch relativ „knappe“ Kleidung, dann perfekt!

In welchem Zeitrahmen möchte ich abnehmen?

Hier habe ich mir keine Grenzen gesetzt. Es ist einfach nicht vernünftig nachvollziehbar, wie viele Kilo ich verliere, weil ich mich nach einer individuellen Lebensmittelumstellung richte und ich wollte keinesfalls anfangen Kalorien zu zählen, das baut nur unnötigen Druck auf, wie ich finde. Es hat sich mir schnell bestätigt, dass die Umstellung nach kurzer Zeit Früchte trägt, sowohl „seelisch“ als auch auf der Waage.

Wie möchte ich abnehmen?

Ich glaube, dass jeder für sich entscheiden muss, welches Essverhalten man hat und was davon unbefriedigend ist. Für mich war an erster Stelle der „überwiegende“ Verzehr von Zucker auf der Abschussliste! Was heutzutage leichter gesagt, als getan ist. Ich schreibe das Wort Verzicht, als jemand der kein Interesse daran hatte „zu verzichten“ und das war auch ein wichtiger Part in meiner Entscheidung: „Ich möchte nicht auf irgendetwas verzichten müssen!“.

Ich habe mich dahingehend auch diszipliniert, mir immer wieder folgende Frage zu stellen, wenn mich der immer seltener werdende Heißhunger auf Süßes überkam: „Brauche ich Abends eine ganze Tüte Chips? Eine komplette Tafel Schokolade?“ Oder nehme ich mir eine kleine Schale aus dem Schrank und portioniere mir etwas! Oder verschafft mir sogar ein Apfel „heute“ die gleiche Befriedigung! Oder schaue ich einfach mal auf die Uhr und entscheide, dass ich mitten in der Woche, um 22:00 Uhr auch ohne Schokolade im Magen, den TV verlassen kann!

Ich habe mich eine Weile mit Lebensmitteln beschäftigt, was zb.: …Den Zuckeranteil angeht! Sättigung! Fett! was mag ich! Auf was möchte ich auf keinen Fall verzichten!

Zucker: Ich bin überzeugt davon, dass insbesondere Getränke die größte Gefahr darstellen. Wie schnell hat man 1…2…3…4… Liter Cola, Schorle, Saft usw. PRO TAG getrunken, vor allem im Sommer! Im Verhältnis dagegen ist da -meiner Meinung nach-, eine Tafel Schokolade gesund. Nun bin ich kein Fan von Wasser aber da kommt man leider nicht dran vorbei, ob in Form von Tee oder pur spielt keine Rolle aber der überwiegende Teil an Flüssigkeit sollte Wasser sein. Denn egal wie „gesund“ die Firmen werben, der Anteil an Zucker ist selbst in der besten Apfelschorle -auf die Menge, die man trinkt-, immer noch zu viel. Nichts desto trotz liegt in meinem Kühlschrank immer eine Flasche von dem schwarzen Gold (Cola) und jeden Abend belohne ich mich bei meinem Salat mit einem einzigen Glas! Und was soll ich sagen, dass hatte folgende Veränderungen zur Folge:

  • Ich habe kaum Verlangen nach Zucker/Süßem!
  • Ich habe weniger Hunger!
  • Ich trinke weniger!

Warum empfinde ich letzteres als Vorteil, wo es doch immer heißt, trinken, trinken… Zum Vergleich:

Bisher täglich: 4-5 Becher Kaffee mit Milch und je 2 Löffel Zucker, mind. 3-4 Liter zuckerhaltige Getränke oder („Vorsicht Ironie“) die guten „zuckerfreien“ Limonaden etc.

Aktuell täglich: 4-5 Becher Kaffee mit Milch und Süßstoff, mind. 2 Liter Wasser, 1 Glas Cola ;).

Wie man sieht, ich trinke immer noch genug und das was ich weniger trinke, war am Ende, eh nur Zucker! Und JA, ich habe mich lange dagegen gewehrt aber es ist wahr, der ganze Zucker und Zuckerersatz in Getränken macht Hunger!

Damit kommen wir zum Essen, hier habe ich lange mit mir gehadert. Vorab ich bin kein Kaninchen und ziehe jedes Stück belegtes Brot oder ein riesen Stück Fleisch, jedem Salatblatt vor. Und als ich das erste Mal über eine Salatdiät nachgedacht habe, verwarf ich den Gedanken sofort wieder.

salat-erfahrungsbericht

Dann habe ich alle möglichen Lebensmittel angeschaut und was man daraus machen „kann“, Diätseiten im Internet gewälzt und in Rezepten gewuselt.

Ich kam schnell zu folgendem Ergebnis:

  • Ich möchte keinen Aufwand damit haben!
  • Ich möchte Vielfalt haben, trotz diverser Einschränkungen!
  • Es muss natürlich gesund sein, Nährwert haben und meine Diät unterstützen!
  • Es gibt eindeutig zu viele Meinungen und Möglichkeiten, ich wurde regelrecht überrollt.

Ich habe mich dann sprichwörtlich dazu entschieden „…die bittere Medizin mit einem Löffelchen voll Zucker“ zu versüßen.

Die einhellige Meinung ist: Salat ist gesund! Also Salat!

Mein Gaumen sagt: Fleisch! Also Fleisch!

Ich sage, ich brauche Abwechslung, sonst gebe ich nach 3 Tagen auf!

Salat + Fleisch + XY Zutaten in 100 Formen und Farben, also kein Problem und dabei braucht man nicht mal auf Käse, Joghurt oder wonach einem das Herz begehrt verzichten, wenn man in Maßen und nicht in Masse geniest!

Mein Abendessen war gesichert.

Was ich jetzt schreibe, würde ich niemandem glauben aber es geht: Ich habe 4 Monate lang (mit wenigen Ausnahmen) 6 Tage die Woche, jeden Abend eine von mir erdachte oder altbekannte Salatkreation gegessen und mit etwas Einfallsreichtum und Disziplin wird es auch nicht langweilig.

Warum 6 Tage? Gott schuf die Welt (sofern man daran glauben möchte) in 7 Tagen! Auch bei mir ist der siebente Tag ein Ruhetag oder wie ich ihn lieber nenne: „Den Tag der Sünde!“ An diesem Tag, habe ich meinen Salat gegen irgendein geschmachtetes Fast-Food Gericht eingetauscht. „Ich möchte eben nicht verzichten.“

Nach den ersten Tagen ist mir morgens schnell bewusst geworden, dass das ganze gesunde Essen vom Vorabend nicht lange vorhält und um nicht die Fehler der Vergangenheit aufzugreifen und das Frühstück mit 2-3 Weißbrötchen oder Croissants zu beginnen, musste eine Alternative her. Etwas, was mir schmeckt, schnell geht, günstig ist und eine Weile vorhält.

Ab in den Supermarkt. Täglich verschiedene Frozen Fruits oder frische Früchte, Quark, Leinsamen, Haferflocken, ganze Mandeln, etwas Wasser oder Milch, ab in den Mixer, einen Liter abfüllen, Frühstück fertig. In 2 Dosierungen je 0,5L (08:00 und 10:00 Uhr) am nächsten Morgen getrunken und ich hatte bis mittags kein Hungergefühl. Vorsicht: Kiwi, Ananas und Papaya sind als frozen Fruit absolut unverträglich mit Quark/Milchprodukten, es sei denn man steht total auf Bitterstoffe.

Tipp: Die Früchte kurz in die Mikro gepackt oder im Wasserbad kurz erhitzt und das Problem ist gelöst!

Mittags habe ich mich dann von meinem leichten Hungergefühl lenken lassen und mir eine Kleinigkeit geholt. Mal ein Brötchen, eine Brezel, Obst, eine Suppe. Es sollte nicht schwer im Magen liegen und mir über die Stunden zum Abendessen helfen, nicht mehr.

Trotz meiner mir auferlegten Einschränkungen kann ich stand heute mit gutem Gewissen sagen:

  • Ich habe 16 Kilo abgenommen!
  • Ich bin über den Umstand glücklich, dass ich in den 4 Monaten folgendes geschafft habe; Einschränken, Ja! Verzichten, Nein!
  • Dank meiner Fantasie, meinem Willen und einem Plan, ist mir meine gewählte Diät nicht langweilig oder überdrüssig geworden!

Weiter geht’s, 90 kg … ich komme!

Und wer weiß? Entweder mein Limit ist erreicht und ich kann ehrlich behaupten mich wohl zu fühlen oder ich will mehr aber das ist dann nur noch in Verbindung mit Sport machbar.

Und wer jetzt die Hände über den Kopf schlägt und sagt: OMG! Nur noch Salat, nie wieder was deftiges, dem gebe ich noch mal mit auf dem Weg.

Die Salat, Quark leichtes Essen Diät Aktion hat für mich ein Ende, sobald ich mein Wunschgewicht erreicht habe aber die Selbstdisziplin, die ich bis zu diesem Zeitpunkt noch verfeinert habe, hat mich etwas ganz wichtiges gelehrt…:

Unsere Gesellschaft ist Überschuss und Überfüllung gewohnt, wir kennen kaum noch Limits und setzen uns keine, ein schwerwiegender Fehler vor allem im Punkto Lebensmittel!

In diesem Sinne mein Fazit:

Egal was ich in Zukunft esse und trinke: In Maßen nicht Massen!

Wir finden, dass hier ein richtig guter Weg gefunden wurde, abzunehmen – und wenn Ihr jetzt auf den Appetit gekommen seid – hier findet Ihr Salatrezepte.

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