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Steinzeitdiät gesund?

Ist die Steinzeitdiät zielführend?

In der Steinzeit wurde das gegessen, was gesammelt oder gejagt werden konnte. Diese Ernährungsweise ist immer mehr im Trend. Die sogenannte Paleo-Diät, welche auch unter der Steinzeitdiät bekannt ist, findet mehr und mehr Fans. Zwar müssen die Anwender der Steinzeitdiät ihr Essen nicht selbst sammeln bzw. jagen, jedoch setzt die Diät auf natürliche Kost, welche es nur in der Steinzeit gab.

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@ Rudolpho Duba / pixelio.de

Hintergrund der Ernährung

In der modernen Zeit wird von Anhängern der Steinzeitdiät angenommen, dass sich die Menschen nicht mehr artgerecht ernähren. Dabei wird unterstellt, dass unser Magen noch wie in der Steinzeit funktioniere. Mit der heutigen Ernährung würden wir unseren Körper jedoch durch die zahlreichen Zusatzstoffe, welche in den Lebensmitteln vorhanden sind, belasten. Somit könne der Magen die aufgenommene Nahrung nicht verdauen. Die Folge dieser falschen Ernährung seien Stoffwechselerkrankungen, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislaufbeschwerden. Eine Studie zu dieser Annahme gibt es allerdings noch nicht.

Kann die Paleo-Diät einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben?

Diese Frage kann mit einem „Ja“ beantwortet werden. Zwar stehen bei der Paleo-Diät fast nur Fleisch und Eier auf dem Speiseplan, jedoch kann die Reduktion der Lebensmittelvielfalt die Blutwerte verbessern. Neben Fleisch und Eier finden auch verschiedene Gemüsesorten sowie Fisch und Obst, aber auch Nüsse Zugang auf dem Teller. Hingegen sind Milchprodukte und Nudeln sowie Brot oder pflanzliche Öle verboten. Auch die WHO bestätigte jüngst, dass die Steinzeitdät durchaus gesund sein kann. Vor allem der Verzicht auf Zucker wirke sich positiv auf den menschlichen Körper aus. Prof. Andrea Pfeiffer, welcher Direktor der Abteilung Ernährungsmedizin der Berliner Charité ist, äußerte dazu: „Wir Menschen mögen den süßen Geschmack und können mit der unbegrenzten Verfügbarkeit nicht umgehen“. Der Anlass für seine Äußerung besteht darin, dass Menschen täglich mehr als 25 g Zucker konsumieren. Vor allem zugesetzter Zucker in Lebensmitteln sei demnach gesundheitsgefährdend. Pfeiffer klärt weiterhin darüber aus, dass der Verzicht von Zucker nicht zwangsläufig zu einer Mangelerscheinung führe, der Körper produziere selbst bei reinem Fleischkonsum Glucose. Gerade bei Adipositas-Patienten oder Diabeteserkrankungen sei die Steinzeitdiät somit durchaus gesundheitsförderlich.

Die Fettleber würde durch die Reduzierung der Kohlenhydratezufuhr schmelzen und ein Gewichtsverlust könne sich schnell bemerkbar machen. Auch bräuchten Diabetes-Patienten weniger Insulin, so Pfeiffer.

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