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Übergewicht bei Kindern vermeiden

Die IDEFICS Empfehlungen gegen Übergewicht bei Kindern

Übergewicht bei Kindern wird ein immer größeres Problem. Die von der EU geförderte IDEFICS-Studie (Identification and prevention of Dietary- and lifestyle-induced health EFfects In Children and infantS = Identifikation und Prävention von ernährungs- und lebensstilbedingten Gesundheitsfaktoren bei Kleinkindern und Kindern) hat folgende wichtige Maßnahmen identifiziert, die wirksam helfen, das Übergewicht von Kindern zu reduzieren und zu vermeiden:

  • Förderung der täglichen Wasseraufnahme
  • Förderung des täglichen Verzehrs von Obst und Gemüse
  • Weniger fernsehen
  • Förderung täglicher körperlicher Aktivität
  • Mehr Zeit miteinander verbringen
  • Angemessene Schlafzeiten erreichen

Die einzelnen Schritte sind also gar nicht so schwer umzusetzen – wir erklären wie und was dahinter steckt.

Förderung der täglichen Wasseraufnahme

Der Mensch besteht ganz überwiegend aus Wasser – und gerade für Kinder ist ein hinreichende Wasserzufuhr besonders wichtig, da sie noch zu einem größeren Anteil aus Wasser bestehen als Erwachsene.

Und der Durst sollte wirklich nur mit Wasser gestillt werden. So braucht ein 9-jähriges Kind pro Tag gut einen Liter Wasserzufuhr über Flüssigkeit. Wird dieser durch Fanta gedeckt, nimmt das Kind 390 kcal zu sich, mit Apfelsaft gar 480 kcal. Angesichts eines Tageskalorienbedarfs von 2.000 kcal ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Und auch mit Apfelsaftschorle (50/50) sind es immerhin noch 240 kcal. Reines Wasser hingegen hat 0.

Förderung des täglichen Verzehrs von Obst und Gemüse

Wiener Schnitzel, Würstchen, Pommes, Nudeln mit Butter – das sind die Lieblingsgerichte vieler Kinder. Diese Lebensmittel zeichnen sich leider durch eine hohe Energiedichte aus. Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe kommen sowieso zu kurz. D0ch zu den Schnitzeln schmecken Erbsen und Möhren, mit einem milden Möhrensalatmacht man Kindern Salate schmackhaft,  und Erdbeeren sind eine tolle Alternative zu Süßigkeiten.

Weniger fernsehen

Die Studie empfiehlt den Konsum von Fernsehen und ähnlichen Medien (Spielkonsolen) auf maximal 14 Stunden in der Woche zu begrenzen. Dieses Kontingent ist schon recht hoch angesetzt – entspricht es doch 2 Stunden dergestalten Medienkonsums am Tag. Hier heißt es ganz klar: Weniger ist mehr.

Ein Kind, das vor dem Fernseher sitzt, bewegt sich eben nicht und verbrennt damit auch weniger Kalorien. Schlimmer noch: es lernt auch nicht, sich richtig zu bewegen und seinen Körper zu koordinieren. Zudem essen fernsehende Kinder dabei auch noch mehr und meist „ungesunde“ Lebensmittel wie Chips und Süßigkeiten.

Förderung täglicher körperlicher Aktivität

Anstatt die Kinder vor den Fernseher zu setzen, sollte man sie motivieren, sich zu bewegen. Ideal, wenn Sie einen Garten haben: Schaukel, Rutsche, Reck, Basketballkorb und Fußballtor sorgen dafür, dass die Kinder in Bewegung bleiben. Die Alternative sind Spielplätze, Sportplätze, Sportvereine und gemeinsame Ausflüge mit dem Fahrrad.

Mehr Zeit miteinander verbringen

Überhaupt sollten Sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen – z.B. die gemeinsamen Fahrradausflüge, zusammen Fußball spielen oder ab ins Schwimmbad. Und auch Fernsehalternativen gibt es genug: Vorlesen, Basteln, Spielabende und gemeinsames Kochen.

Angemessene Schlafzeiten erreichen

Die IDEFICS Studie zeigt, wie wichtig Schlaf für Kinder ist. Kinder im Vorschulalter, die weniger als 9 Stunden pro Nacht schliefen, weisen ein deutlich höheres Risiko für Übergewicht auf. Bei Schulkindern, die weniger als 11 Stunden schlafen, ist das Risiko für Übergewicht um 40% erhöht, bei Kindern mit weniger als 9 Stunden Schlaf pro Nacht sogar um 300%.

Sie sollten also unbedingt auf ausreichende Schlafzeiten der Kinder achten!

Weitere Faktoren

Als weitere Hochrisikofaktoren für Übergewicht bei Kindern macht die IDEFICS Studie bestimmte Familienstrukturen aus. Hier werden geringes Einkommen der Eltern, geringe Bildung der Eltern, alleinerziehende Eltern, Eltern mit Migrationshintergrund sowie selbst übergewichtige/adipöse Eltern genannt.

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Bild: (c) idefics Studie

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