Enthält Fontainea picrosperma ein Wundermittel gegen Krebs?

18. November 2014

Cancer Cells Dividing

Derzeit kursieren auf facebook viele Statusmeldungen, dass in Australien eine Beere entdeckt worden wäre, die Krebs in Minuten heile – viele Medien greifen dieses Thema auf.

Was steckt dahinter? In der Tat hat die Geschichte einen wahren Kern. Eine Studie hat belegt, dass ein aus den Beeren von “Fontainea picrosperma” (Fountains Blushwood) – einem in Australien beheimateten Strauch – gewonnenes Präparat namens EBC-46 im Laborversuch Tumorzellen abtöten könnte – und das tatsächlich ziemlich erfolgreich.

Allerdings: unter Laborbedingungen gilt das für sehr viele Mittel. Und bis zum Einsatz am Menschen ist es noch ein weiter Weg. So wiegeln die Forscher dann auch ab: Der Wirkstoff könne eine Chemotherapie nicht ersetzen, sondern allenfalls begleiten und unterstützen. Und damit steht es um ECB-46 nicht anders als um viele andere vermeintliche Wundermittel gegen Krebs.

Am besten ist es, sein Krebsrisiko durch eine gesunde Lebensweise zu minimieren. Viele Tipps zur Krebsprävention, unter anderem die Empfehlungen der WCRF, finden Sie hier.

Bild: (c) Allposters

10 Tipps zum Weltdiabetes Tag 2014

14. November 2014

weltdiabetestag2014

Schon fast sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabtes – mit stark steigender Tendenz.

Abgesehen von den enormen Kosten für die Gesundheitssysteme bringt die Erkrankung nicht unerhebliche Einschränkungen für jeden einzelnen betroffenen mit sich. Daher haben wir hier 10 Tipps, mit denen Sie selbst Ihr Diabetes-Risiko deutlich

  1. Vermeiden Sie Getränke, die viel Zucker enthalten – trinken Sie besser nur Wasser, Tee oder leichte Fruchtschorlen.
  2. Selber kochen statt Fertiggerichte – sie haben so selbst im Griff, was in Ihrem Essen drin ist. Hier finden sie viele gesunde Kochrezepte, die auch nicht zu aufwendig sind.
  3. Bringen Sie jeden Tag viel Gemüse auf den Tisch.
  4. Greifen Sie öfter zu Vollkornprodukten - besonders beim Brot.
  5. Bewegung ist wichtig – am besten jeden Tag ein bisschen und einmal in der Woche richtig viel Sport.
  6. Berechnen Sie Ihren WHtR - dieser Körpermesswert ist viel aussagekräftiger als der BMI, wenn es um Ihre Gesundheit gibt. Besonders das Bauchfett erhöht das Diabetesrisiko.
  7. Wenn Sie noch rauchen – hören Sie damit auf.
  8. Mit Blutzuckerteststreifen können Sie selbst einfach testen, ob Sie zu viel Zucker im Urin haben.
  9. Hören Sie auf Ihren Körper – denn eigentlich wissen Sie selbst am besten, was gut für Sie ist.
  10. Jeder Tag zählt – fangen Sie mit ihrem gesünderen Leben am besten schon heute an. Wichtig: Beziehen Sie auch Ihre Kinder und Ihre Familie mit ein.

 

Wie man sein Darmkrebsrisiko um ein Drittel senken kann

14. Oktober 2014

Darmkrebs zählt nach wie vor zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Eine Studie von Krasimira Aleksandrova vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIFE) zeigt nun, wie man sein Darmkrebsrisiko signifikant senken kann – im Einzelfall um bis zu ein Drittel oder sogar mehr.

Fünf Punkte sind es, mit denen man sein persönliches Darmkrebsrisiko signifikant senken kann:

  • Vermeidung von Übergewicht (Adipositas)
  • Nicht Rauchen
  • Kein oder nur moderater Alkoholkonsum
  • genug Bewegung
  • ausgewogene, gesunde Ernährung

Bereits wenn man nur zwei der gesundheitsfördernden Faktoren umsetzt, ist das Risiko, an dieser Form des Krebs zu erkranken um 13% gesenkt. Setzt man drei der untersuchten Empfehlungen um, sinkt das Erkrankungsrisiko um 21 Prozent, bei vier sogar um 34 Prozent und bei allen fünf Empfehlungen sinkt das Risiko sogar um 37%!

Was kann man also selbst konkret tun?

Am einfachsten – und auch am wichtigsten – ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch für mehr Bewegung kann man leicht sorgen, indem man z.B. im Alltag aktiver ist. Sich gesünder zu ernähren ist ebenfalls nicht so schwierig – bringen Sie mehr frische Lebensmittel wie Gemüse in Ihrem Alltag unter und verzichten Sie im Gegenzug auf Fertigprodukte. Wenn Sie dann auch nur moderat Alkohol trinken, erreichen Sie auch leicht ein normales Gewicht.

Damit verringern Sie übrigens nicht nur Ihr Darmkrebsrisiko sondern auch das für viele weitere Erkrankungen. Und nicht nur das – Sie werden sich generell besser und gesünder fühlen.

Also, fangen Sie an, Ihr Leben umzustellen.

25. September – Tag der Zahngesundheit 2014

25. September 2014

The world needs it's teeth brushed

Wie wichtig gesunde Zähne sind, sehen Sie allein schon daran, dass wir nach Gesprächen mit vielen Experten das Thema Zahnpflege in unsere 10. wichtigsten Gesundheitstipps aufgenommen haben.

Heute ist wieder einmal ein Tag, an seine Zähne zu denken, denn wie am jeden 25. September wird der “Tag der Zahngesundheit” begangen, der an die Wichtigkeit gesunder Zähne erinnern soll.

Im Mittelpunkt stehen diesmal die Kinder, die nicht das Glück haben, in einer gesundheitsbewussten Familie groß zu werden. Das diesjährige Motto lautet dementsprechend: “Gesund beginnt im Mund – ein Herz für Zähne!”

Im Rahmen der zentralen Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit wies Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, darauf hin, dass es in Sachen Mundgesundheit in Deutschland eigentlich schon sehr gut bestellt sei. So befinde sich das Land beim Kariesrückgang vor allem bei Kindern und Jugendlichen im internationalen Spitzenfeld.

Anders sieht dies leider bei Kinder aus Familien in sozial schwierigen Lebenslagen aus. Prof. Oesterreich dazu “Altersgruppenabhängig kann davon ausgegangen werden, dass 60 bis 80 Prozent aller kariösen Zähne auf eine Gruppe von 10 bis 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen entfallen.”

Warum Fürsorge für Milchzähne so wichtig ist, machte Dr. Reinhard Schilke, Oberarzt am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover, deutlich. Denn in den ersten Jahren nach Durchbruch der Zähne in den Mund seien diese besonders empfindlich. Und es sei ein verbreiteten Missverständnisses, dass Karies an Milchzähnen nicht schmerzhaft sei. Gerade kleine Kinder würden damit unnötigen Qualen ausgesetzt. Verantwortlich für Karies bei Kleinkinder seien gerade die Saugflaschen, über die die Kinder oft lange Zeit süßen Getränken ausgesetzt werden. Steigt man stattdessen auf stilles Wasser oder ungesüßte Tees um, wird das Kariesrisiko deutlich gesenkt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt – je früher die Saugflasche abgesetzt wird, um so geringer ist das Risiko, später Zahnfehlstellungen zu haben.

In jedem Lebensabschnitt gilt: Zahnpflege ist wichtig! Nehmen Sie also den heutigen Tag zum Anlass, mal zu überlegen, ob Sie wirklich alles notwendige für Ihre Zähne tun.

Bild: (c) Allposters

Stress macht Kinderknochen schwach

23. September 2014

Stress bei Schulkindern und Jugendlichen sorgt dafür, dass die Knochendichte geringer wird, wie eine Studie ergab. Unmittelbar hat dies Einfluss auf die Festigkeit des Knochens, warnt Thomas Remer vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften an der Universität Bonn.

Bei der Untersuchung von 175 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren haben er und sein Team festgestellt, dass das bei Stress von der Nebennierenrinde freigesetzte Cortisol schon in geringen Mengen Einfluss auf die Knochenfestigkeit bei Kindern hat. Dies ist um so problematischer, als dass die Knochendichte im Alter immer weiter abnimmt. Wird in der Wachstumsphase keine “stabile Grundlage” gelegt, sind die Konsequenzen im Alter um so gravierender: das Risiko, dass es zu Knochenbrüchen kommt ist höher und die Wahrscheinlichkeit, im Alter an Osteoporose zu leiden dürfte nach Vermutung der Forscher gleichsam erhöht sein.

Das beste Mittel dagegen ist zum einen, Stresssituationen möglichst zu vermeiden, indem man z.B. das organisierte Freizeitprogramm der Kinder entzerrt und ihnen mehr Freiräume gibt. Auch ausreichender Schlaf ist wichtig.

Daneben ist die Ernährung ein wichtiger Faktor: zum einen sollten die Kinder Lebensmittel konsumieren, die gut für die Entwicklung der Knochen sind, zum anderen solche, die den Cortisol-Spiegel senken.

Zu den Lebensmitteln, die den Knochenbau unterstützen gehören Milchprodukte, wobei Joghurt und Käse empfehlenswert sind. Aber auch Grünkohl, Spinat sowie Nüsse enthalten viel wertvolles Kalzium.

Gleichermaßen helfen viel Obst und Gemüse, den Cortisol-Spiegel zu senken – so schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Übergewichtige leiden besonders unter Luftverschmutzung

9. September 2014

Auch noch in Europa ist Luftverschmutzung in den Großstädten ein Problem – wenn auch nicht mit der Lage in Indien oder gar China vergleichbar.

Ein Forscherteam um Nicole Probst-Hensch vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel hat nun festgestellt, dass die Lungenfunktion mit zunehmender Konzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub in der Außenluft immer schlechter wird. Dabei wurde die Lungenleistung von mehr als 7.000 Menschen in 8 europäischen Ländern verglichen, darunter auch Deutschland. Besonders die Feinstaubkonzentration hatte dabei einen besonders negativen Einfluss.

Besonders ausgeprägt sind diese Effekte zudem bei übergewichtigen Menschen.

Wir sagen es also immer wieder – Abnehmen ist aus vielen Gründen wichtig! Und auch der von uns forcierte Einsatz für die Umwelt gehört zu einem gesunden und bewussten Leben dazu.

Sitzen verkürzt Ihr Leben – oder: Tun Sie was für Ihre Telomere

5. September 2014

sitzen-gesundheit

Telomere? Von denen haben Sie wahrscheinlich noch nichts gehört. Diese sitzen an Ihren Chromosomen und schützen diese (vereinfacht gesprochen). Je länger die Telomere, um so besser. Der Effekt ist so signifikant, dass man grundsätzlich sagen kann: Je länger die Telomere, desto höher ist die Lebenserwartung.

Sitzen schadet Ihren Telomeren, verkürzt diese und damit möglicherweise auch Ihr Leben.

Das hat eine Arbeitsgruppe um Mai-Lis Hellenius vom Department of Medicine am Karolinska Institutet (Karolinska University Hospital in Stockholm) heraussgefunden. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im British Journal of Sports Medicine unter dem Titel “Stand up for Health” (“Steh auf für Deine Gesundheit”) veröffentlicht.

Die Studie legt dar, dass sitzende Tätigkeiten (Büroarbeit) oder andere “Aktivitäten” (Couch Potato) zu einer Verkürzung der Telomere führt. Auch durch Ausgleichsport kann dieser Effekt nicht aufgehoben werden – jedenfalls dann nicht, wenn dadurch die tägliche Sitzdauer nicht verkürzt wurde.

In der Praxis heißt das, dass Sie die Dauer, in der Sie sitzen verkürzen sollten. Viele Dinge, die Sie erledigen, während sie sitzen, können Sie auch im Stehen oder gar gehen erledigen – das gilt für Büro, Haushalt und Freizeit.

  • Bei Telefonaten können Sie auch stehen oder auch auf und abgehen, wenn Ihr Telefon das erlaubt.
  • Lesen Sie Akten am Stehpult.
  • Rufen Sie den Kollegen aus dem Stockwerk über Ihnen nicht an, sondern laufen Sie die Treppe hoch zu ihm.
  • Setzen Sie sich im Bus oder in der Bahn nicht hin, sondern bleiben Sie stehen, ohne sich festzuhalten (das trainiert auch Ihren Gleichgewichtssinn)
  • Sitzen Sie beim Fernsehen nicht auf der Couch oder in Ihrem Lieblingssessel, sondern stellen sich hin und gehen auf einem Stepper.

Mit solchen Maßnahmen können Sie die Zeit, die Sie sitzend verbringen, signifikant verkürzen – und tun somit etwas für Ihre Telomere und damit auch gleich für Ihre Lebenserwartung. Dass Sie damit wahrscheinlich auch abnehmen, ist mehr als ein Nebeneffekt.

Also, stehen Sie auf!

Bild: “Family With Two Children”, (c) by Ambro, freedigitalphotos.net

Führt Schlafmangel zu Demenz und Alzheimer?

29. August 2014

Eine niederländische Studie gibt starke Indizien dafür, dass Schlafmangel langfristig zu Demenz und Alzheimer führen kann.

Das Problem bei der Sache: Tagsüber entstehen im Gehirn sog. Beta-Amyloide, die “Abfallprodukte” des Stoffwechsels sind. Eine hohe Konzentration von diesen Stoffen führt laut einigen Studien zu einem deutlich erhöhten Risiko für Demenz und Alzheimer. Normalerweise werden diese Abfallprodukte über den Liquor, die Hirnflüssigkeit, entsorgt. Doch gerade dies scheint bei Schlafmangel nicht oder zumindest nur eingeschränkt zu passieren.

Am Radboud University Medical Center in Nijwegen wurde dies nun weiter untersucht. 26 Versuchsteilnehmer verbrachten eine Nacht im Schlaflabor, wobei eine Hälfte entspannt schlafen durfte und die andere wach gehalten wurde. Über einen Katheter wurde regelmäßig Hirnflüssigkeit entnommen und die Konzentration eines der Abfallstoffe des Hirnstoffwechsels gemessen.

Bei den schlafenden Teilnehmern sank die Konzentration des Abfallstoffs in der Nacht um 6%; bei der anderen Gruppe blieb der Anteil hingegen unverändert. Jurgen Claassen, der Leiter der Studie, sieht darin einen klaren Beleg dafür, dass Schlafmangel die Reinigungsfunktion des Gehirns behindert.

Jetzt muss man nur noch 1 und 1 zusammenzählen: weniger Schlaf= mehr Abfallprodukte = höheres Risiko für Demenzerkrankungen und Alzheimer.

Damit haben Sie jedenfalls ein weiteres gutes Argument, wenn Ihnen jemand vorwirft, Sie würden zu viel schlafen

Hier finden Sie mehr zum Thema “gesunder Schlaf“.

Übergewicht erhöht Risiko für 10 Krebsarten

18. August 2014

Eine britische Studie, in deren Rahmen medizinische Daten von rund 9% der dort lebenden Bevölkerung ausgewertet wurden, hat sehr deutliche Belege dafür geliefert, dass Übergewicht das Risiko, an folgenden 10 Krebsarten zu erkranken, sehr signifikant erhöht. Es sind dies:

  1. Uterus (Gebärmutter)
  2. Gallenblase
  3. Nieren und Leber
  4. Kolon (Grimmdarm, ein Teil des Dickdarms)
  5. Zervix (Gebärmutterhals)
  6. Schilddrüse
  7. Ovarien (Eierstöcke) und Brust (nach den Wechseljahren)
  8. Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  9. Rektums (Mastdarm)
  10. Blut/Lymphsystem (Leukämie)

Unklar ist zwar, ob das Übergewicht an sich oder die dies auslösende Lebensweise (Ernährung, Bewegungsmangel) ursächlich dafür sind – doch ist dies im Ergebnis für die Betroffenen sicher zweitrangig.

Jedenfalls sind auch das 10 weitere gute Gründe, auf sein Gewicht und eine gesunde Ernährung zu achten!

 

Mehr als 10 Zigaretten am Tag kosten 9,4 Lebensjahre

13. August 2014

Ja – Sie haben die Überschrift richtig gelesen. Männer, die mehr als 10 Zigaretten am Tag rauchen, leben im Schnitt fast 10 Jahre weniger als Nichtraucher und bei Frauen sind es immerhin noch 7,4 Jahre. Und wer weniger als 10 Zigaretten am Tag raucht, verliert geschlechtsunabhängig immerhin noch gut fünf Lebensjahre, so Rudolf Kaaks, der Leiter der Abteilung “Epidemiologie von Krebserkrankungen” am DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) ist.

Seit 1994 führt seine Abteilung eine Studie mit rund 25.500 Teilnehmern durch, bei der die Auswirkungen des Lebensstils auf die Lebenserwartung untersucht werden. Sie ist Teil der europäischen Langzeitstudie “European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition”, die fast 520.000 Teilnehmern hat.

Weitere hohe Risikofaktoren sind Übergewicht, viel Alkohol und zu hohes Fleisch. Kommen diese mit dem Rauchen zusammen, kostet das im Schnitt bei Männern 17 Lebensjahre, bei Frauen rund 14.

Die größte Lebenserwartung haben Nichtraucher mit einem BMI zwischen 22,5 und 24,9, die zudem nur moderat Alkohol trinken, körperlich aktiv sind und wenig rotes Fleisch, im Gegenzug aber viel Obst und Gemüse essen.

Sie wollen selber gesünder leben? Hier finden Sie 10 wichtige Tipps für Ihre Gesundheit.