Führt Schlafmangel zu Demenz und Alzheimer?

29. August 2014

Eine niederländische Studie gibt starke Indizien dafür, dass Schlafmangel langfristig zu Demenz und Alzheimer führen kann.

Das Problem bei der Sache: Tagsüber entstehen im Gehirn sog. Beta-Amyloide, die “Abfallprodukte” des Stoffwechsels sind. Eine hohe Konzentration von diesen Stoffen führt laut einigen Studien zu einem deutlich erhöhten Risiko für Demenz und Alzheimer. Normalerweise werden diese Abfallprodukte über den Liquor, die Hirnflüssigkeit, entsorgt. Doch gerade dies scheint bei Schlafmangel nicht oder zumindest nur eingeschränkt zu passieren.

Am Radboud University Medical Center in Nijwegen wurde dies nun weiter untersucht. 26 Versuchsteilnehmer verbrachten eine Nacht im Schlaflabor, wobei eine Hälfte entspannt schlafen durfte und die andere wach gehalten wurde. Über einen Katheter wurde regelmäßig Hirnflüssigkeit entnommen und die Konzentration eines der Abfallstoffe des Hirnstoffwechsels gemessen.

Bei den schlafenden Teilnehmern sank die Konzentration des Abfallstoffs in der Nacht um 6%; bei der anderen Gruppe blieb der Anteil hingegen unverändert. Jurgen Claassen, der Leiter der Studie, sieht darin einen klaren Beleg dafür, dass Schlafmangel die Reinigungsfunktion des Gehirns behindert.

Jetzt muss man nur noch 1 und 1 zusammenzählen: weniger Schlaf= mehr Abfallprodukte = höheres Risiko für Demenzerkrankungen und Alzheimer.

Damit haben Sie jedenfalls ein weiteres gutes Argument, wenn Ihnen jemand vorwirft, Sie würden zu viel schlafen

Hier finden Sie mehr zum Thema “gesunder Schlaf“.

Übergewicht erhöht Risiko für 10 Krebsarten

18. August 2014

Eine britische Studie, in deren Rahmen medizinische Daten von rund 9% der dort lebenden Bevölkerung ausgewertet wurden, hat sehr deutliche Belege dafür geliefert, dass Übergewicht das Risiko, an folgenden 10 Krebsarten zu erkranken, sehr signifikant erhöht. Es sind dies:

  1. Uterus (Gebärmutter)
  2. Gallenblase
  3. Nieren und Leber
  4. Kolon (Grimmdarm, ein Teil des Dickdarms)
  5. Zervix (Gebärmutterhals)
  6. Schilddrüse
  7. Ovarien (Eierstöcke) und Brust (nach den Wechseljahren)
  8. Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  9. Rektums (Mastdarm)
  10. Blut/Lymphsystem (Leukämie)

Unklar ist zwar, ob das Übergewicht an sich oder die dies auslösende Lebensweise (Ernährung, Bewegungsmangel) ursächlich dafür sind – doch ist dies im Ergebnis für die Betroffenen sicher zweitrangig.

Jedenfalls sind auch das 10 weitere gute Gründe, auf sein Gewicht und eine gesunde Ernährung zu achten!

 

Mehr als 10 Zigaretten am Tag kosten 9,4 Lebensjahre

13. August 2014

Ja – Sie haben die Überschrift richtig gelesen. Männer, die mehr als 10 Zigaretten am Tag rauchen, leben im Schnitt fast 10 Jahre weniger als Nichtraucher und bei Frauen sind es immerhin noch 7,4 Jahre. Und wer weniger als 10 Zigaretten am Tag raucht, verliert geschlechtsunabhängig immerhin noch gut fünf Lebensjahre, so Rudolf Kaaks, der Leiter der Abteilung “Epidemiologie von Krebserkrankungen” am DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) ist.

Seit 1994 führt seine Abteilung eine Studie mit rund 25.500 Teilnehmern durch, bei der die Auswirkungen des Lebensstils auf die Lebenserwartung untersucht werden. Sie ist Teil der europäischen Langzeitstudie “European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition”, die fast 520.000 Teilnehmern hat.

Weitere hohe Risikofaktoren sind Übergewicht, viel Alkohol und zu hohes Fleisch. Kommen diese mit dem Rauchen zusammen, kostet das im Schnitt bei Männern 17 Lebensjahre, bei Frauen rund 14.

Die größte Lebenserwartung haben Nichtraucher mit einem BMI zwischen 22,5 und 24,9, die zudem nur moderat Alkohol trinken, körperlich aktiv sind und wenig rotes Fleisch, im Gegenzug aber viel Obst und Gemüse essen.

Sie wollen selber gesünder leben? Hier finden Sie 10 wichtige Tipps für Ihre Gesundheit.

Alzheimer Risiko vermindern – durch körperliche und geistige Fitness

1. August 2014

aktiv-alterWer rastet, rostet” – dieser Spruch gilt nicht nur nachweislich für den menschlichen Körper, sondern auch für den Geist. So zeigt die Auswertung aktueller Studien, dass z.B. das Alzheimer Risiko um je rund 20% gesenkt werden kann, wenn man sich bis ins Alter körperlich und geistig fit hält.

Geistige Fitness – auch Spiele helfen

Das Problem ist, dass viele Senioren inzwischen Medien nur noch sehr passiv nutzen – am schlimmsten in Form durch “Dauerberieselung” mit Fernsehen. Stattdessen sollte man lieber Aktivitäten aufnehmen, die das Gehirn fordern. Mehr Lesen von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften ist schon ein guter Ansatz, noch mehr bringen Kreuzworträtsel, Sudoko und andere Denkspiele. Besonders aber durch Gesellschaftsspiele, Schach oder Kartenspiele wird das Gehirn herausgefordert. Wenn man hierzu keinen Spielpartner hat, kann man heutzutage zum Glück zum Computer, Smartphone oder Tablet greifen. Entsprechende Spiele findet man in den einschlägigen App-Stores von Apple, Google und Microsoft oder auch auf speziellen Websites wie dem Gaming Club.

Sehr gut sind auch Aktivitäten, die Körper und Geist gleichermaßen fordern – wie wäre es z.B. mit Nähen oder anderer Handarbeit? Männer entdecken im Alter vielleicht neue Hobbies wie das Schnitzen. Und auch das Spielen eines Musikinstruments – besonders Geige oder Klavier -

Körperliche Fitness aufbauen

Am besten ist es natürlich, wenn man von der Jugend an bis ins hohe Alter Sport treibt – die meisten Bundesbürger brechen das leider in ihern “40ern” ab, was zu einem Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit führt. Ist man dann körperlich schon lange nicht mehr aktiv gewesen, kann Spazierengehen eine gute Möglichkeit sein, sich wieder eine gewisse Grundfitness aufzubauen. Sobald man diese erreicht hat, kann man seine sportlichen Aktivitäten weiter ausbauen: Joggeln, den kleinen Bruder des Joggens schont z.B. die Gelenke, bringt das Herz aber dennoch gut auf Trab. Hat man Probleme mit seinen Gelenken, kann Schwimmen die richtige Sportart sein, da diese den Körper sehr gut entlastet.

Tritt man dann auch noch einem Sportverein bei, tut man nicht nur etwas für seine Fitness, sondern kann sogar noch nette Leute kennenlernen.

Und wenn man dann doch mal lieber einfach die Lieblingsserie sehen möchte – auch auf dem Sofa kann man aktiv sein, wie unser Foto zeigt…

Bild: “Relaxing Elder Woman”, (c) by Ambro, freedigitalphotos.net

Dramatischer Anstieg der Fettleibigkeit droht

24. Juli 2014

Das Kompetenznetz Adipositas warnt vor einem dramatischen Anstieg der Fettleibigkeit in Deutschland – besonders bei den über 50-jährigen. Geht das Wachstum im gleichen Tempo weiter wie in den letzten Jahren, wird es 2030 80% mehr adipöse Menschen in dieser Altersgruppe geben als 2009. Und selbst wenn sich das Wachstum um 75% verlangsamen würde, wären es noch immer 30% mehr.

Damit einhergehend wäre dann ein Anstieg von Krankheiten, die von Übergewicht begünstigt wären: Herz-/Kreislaufprobleme, Diabetes oder auch orthopädische Probleme. Dies wiederum führt zu einer erheblichen Kostenbelastung für die Krankenkassen. Dietrich Monstadt, Bundestagsmitglied und Berichterstatter für Adipositas und Diabetes in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag stellt daher auch fest: “Letztlich geht es darum, die Lebensgewohnheiten einer ganzen Gesellschaft zu ändern.”

Doch es geht nicht nur um die Gesellschaft – es geht ganz konkret um jeden einzelnen – also um Sie. Denn Sie selbst haben es in der Hand, ob Sie dazu beitragen werden, dass Deutschland schon ab 2020 das Land mit den meisten fettleibigen Menschen in Europa ist oder nicht. Ganz einfach, indem Sie Ihre Ernährung umstellen, auf Ihre Gesundheit achten und sich einfach etwas mehr bewegen. Ihr Körper wird es Ihnen danken und Sie werden sich einfach besser fühlen.

Folgende unserer Artikel können ein Einstieg sein:

Mit Probiotika gegen Bluthochdruck

23. Juli 2014

Zugegeben, besonders hoch ist die Wirkung nicht – aber wer laut einer Studie regelmäßig Probiotika verzehrt, erzielt damit nach acht Wochen eine leichte Senkung des Blutdrucks.

Probiotika sind Lebensmittel mit lebenden Bakterienstämmen, am bekanntesten sind darunter probiotische Joghurts. Aber inzwischen gibt es auch andere probiotische Lebensmittel wie Quark, Käse oder gar Milcheis.

Jing Sun vom Griffith Health Institute in Gold Coast im australischen Bundesstaat Queensland setzte dabei 543 Personen mit oder ohne bestehenden Bluthochdruck einer Diät mit probiotischen Lebensmitteln aus. Der systolische Blutdruck sank nach acht Wochen im Durchschnitt um 3,56 mm Hg, der diastolische Blutdruck ging um 2,38 mm Hg zurück. Dies ist nicht viel und kann im Regelfall die Einnahme von Medikamenten nicht ersetzen, aber zumindest unterstützen. Höher ist der Effekt auch, wenn man möglichst viele unterschiedliche Bakterienstämme zu sich nimmt und es müssen auch viele koloniebildende Bakterien enthalten sein (10hoch9).

Möglicherweise haben die Bakterienkulturen aus Joghurt & Co. auch eine vorbeugende Wirkung gegen Bluthochdruck – hierzu bedarf es aber noch weiterer Studien.

Genug trinken gegen Harnsteine – besonders im Sommer

wasser-nierenNierensteine gehören zu den Volkskrankheiten in Deutschland – rund 5% der Bevölkerung sind davon einmal in ihrem Leben betroffen. Während man kleine Nierensteine zunächst nicht bemerkt, können Sie sehr schmerzhaft werden, wenn sie in die Harnröhre übergehen – dort werden sie dann auch Harnsteine genannt. Zudem können Nierensteine langfristig Nierenversagen begünstigen.

Besonders jetzt in den Sommermonaten ist die Gefahr groß, dass sich Nieren- und in der Folge Harnsteine entwickeln.

Der Grund: der Wasserbedarf ist durch die hohen Temperaturen deutlich höher (Schwitzen), doch trinken die meisten Menschen, besonders ältere, nicht mehr. Das führt dazu, dass die Nieren zu wenig Wasser haben, um die Schadstoffe aus dem Körper zu schwemmen und diese führen dann zur Bildung der Nierensteine.

Das einfache Gegenmittel: genug trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie empfiehlt ohnehin, jeden Tag 2l Flüssigkeit zu sich zu nehmen, vorzugsweise Wasser. Bei körperlicher Anstrengung erhöht sich diese Menge, hält man sich im Schatten auf und schont sich, kann auch weniger ausreichend sein. An heißen Tagen jedenfalls sollte man die Wassermenge um ca. 20% erhöhen – 2,4l dürfen es dann schon sein.

Wichtig ist es zudem, die Wassermenge über den Tag verteilt zu trinken, damit der Flüssigkeitshaushalt stimmt.

Bild: “Isolated Water Bottles” (c) by smokedsalmon, freedigitalphotos.net

Neue Wege gegen Haarausfall

16. Juli 2014

haare-gesundSchöne gesunde Haare gehören auf der ganzen Welt zum Schönheitsideal dazu – und daher sind die Menschen auch bereit, viel für die Gesundheit Ihrer Haare zu tun.

So kann an erster Stelle eine ausgewogene Ernährung helfen, die Haargesundheit zu erhalten und Haarausfall zu vermeiden. Besonders die Vitaminen K, H, A und B sowie die Spurenelemente Zink und Selen sind für gesunde Haare sehr wichtig. Wer genug Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und auch Fisch und Fleisch isst, wird damit jedoch keine Probleme haben. Im Gegenzug kann aber die Überversorgung mit Vitamin A, Folsäure und sogar Vitamin C Haarausfall begünstigen – hierzu kann es insbesondere kommen, wenn man übermäßig Nahrungsergänzungsmittel konsumiert. Ein weiterer Risikofaktor ist Rauchen, dies belegen einige Studien zumindest bei Männern.

Auch die individuelle Haarpflege – also z.B. die Auswahl des Shampoos, Spülung, weitere Pflegeprodukte (Haarwasser) Häufigkeit der Haarwäsche, Föhnen oder “Luft trocknen” - kann Einfluss auf die Gesundheit der Haare haben. Hier sollte man sich mit seinem Frisör absprechen, was dieser im Einzelfall für die beste Pflege hält.

Dennoch – in den allermeisten Fällen ist Haarausfall heutzutage anlagebedingt. In diesen Fällen können eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil sowie Haarpflege allenfalls helfen, den Verlauf etwas hinauszuzögern – an medizinsch wirksamen Mitteln wird man jedoch nicht vorbeikommen, will man seine Haarpracht erhalten.

Ein bekanntes Mittel gegen Haarausfall ist Ell-Cranell, das eine medizinische Lösung gegen Haarausfall darstellt. Im Gegensatz zu vielen “Wunderpräparaten” ist die Wirksamkeit geprüft und in klinischen Studien bestätigt worden, in deren Rahmen vier von fünf Anwendern den Therapieerfolg bestätigten. Dementsprechend ist es auch nur in Apotheken erhältlich.

Ell-Cranell wirkt sowohl bei Männern als auch bei Frauen und muss auch nur einmal täglich angewandt werden und wirkt direkt an der Haarwurzel. Dort geht es direkt gegen den häufigsten Grund für Haarausfall vor, eine fast immer erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem körpereigenen Botenstoff DHT (Dihydrotestosteron), diese Überempfindlichkeit stört das Wachstum des Haars – die Haare wachsen so extrem langsam nach, dass sie praktisch schon im Haarfollikel verkümmern. Das positive dabei – die Follikel sind nach wie vor vorhanden und können bei einer wirksamen Bekämpfung der Überreaktion wieder ganz normale Haare hervorbringen, was durch Ell-Cranell erreicht wird.

Zusammen mit einer gesunden Lebensweise und entsprechender Behandlung kann Haarausfall somit sehr oft gestoppt werden.

Bild: “Happy Woman With Green Apple” (c) by marin, freedigitalphotos.net

Mit dem Web gegen psychische Erkrankungen

2. Juli 2014

Bipolare Störungen und Schizophrenie

Sie zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland: Bipolare Störungen und Schizophrenie – und viele Menschen leiden daran, ohne es zu wissen.

Bipolare Störungen zeichnen sich durch Phasen mit extremen Stimmungsschwankungen aus. In den manischen Phasen haben Betroffene das Gefühl, anderen überlegen zu sein und treten diesen gegenüber daher sehr oft stark gereizt und streitlustig auf. Gleichzeitig sind sie sehr aktiv und haben nur ein geringes Schlafbedürfnis. In den manischen Phasen ist es ganz anders: Sie leiden an Selbstzweifeln und sind sehr niedergeschlagen, wobei es sogar zu Suizidgedanken kommen kann.

Komplexer ist das Bild bei Schizophrenie: Auch hier kommt es zu – allerdings kurzfristigeren – Stimmungsveränderungen wie Launenhaftigkeit und Depression, begleitet von extremer Aktivität oder Inaktivität. Typisch ist jedoch die Veränderung von Sinneswahrnehmungen, angefangen von Lärm- oder Lichtempfindlichkeit, die hin zu Halluzinationen und anderen Wahnvorstellungen führen kann. Diese haben wiederum gro0e Auswirkung auf das Sozialleben der Betroffenen, die sich sehr oft stark zurückziehen.

Behandlung gut möglich: Apps und das Web helfen

stepp-appInzwischen ist eine wirksame Behandlung beider Erkrankungen gut möglich. Das Problem: viele Betroffene haben zwar das diffuse Gefühl, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, scheuen aber das Gespräch mit dem Arzt, weil sie entweder nicht als “hysterisch” gelten wollen oder Angst vor der Diagnose einer psychischen Erkrankung haben.

Eine erste Anlaufstelle kann jedoch das Internet sein. Hier sind freilich nicht dubiose Foren gemeint, in denen Laien spekulieren, sondern fundierte Informationsseiten wie meine-steps.de. Bipolare Störungen und Schizophrenie werden hier leicht verständlich aber doch ausführlich vorgestellt. Ergänzend können umfangreiche Broschüren heruntergeladen werden wie z.B. das “Patiententagebuch Bipolare Störungen” oder die “Patientenbroschüre Schizophrenie”, in denen man ausführliche Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten findet. Dazu gibt es Links zu Selbsthilfegruppen und seriösen Foren und anderen Informationsquellen.

Zusätzlich kann man sich zum Steps Serviceprogramm anmelden, bei dem man auf Wunsch auch individuell auf einen zugeschnittene Informationen erhält. Noch mehr Interaktion bietet die Steps App, die es für iOS (iPhone, iPod Touch) sowie Android gibt. Diese ermöglicht es einem, ein ganz persönliches Patiententagebuch zu führen und dieses auszuwerten. Wenn Sie bereits in ärztlicher Behandlung sind, kann die App Sie auch an die Einnahme von Medikamenten erinnern – dies wird ja oft von Patienten vergessen, was die gesamte Therapie gefährden kann.

Auf jeden Fall gilt: Wenn Sie das Gefühl haben, dass mit Ihnen “etwas nicht in Ordnung” ist, sollten Sie ohne Scheu einen Arzt konsultieren. Die meine-steps.de Webseite kann in diesem Zusammenhang eine gute erste Anlaufstelle sein und die weitere Behandlung gut unterstützen und begleiten.

Süchtig nach Sonne

24. Juni 2014

sonnensuechtig

Manche Menschen sagen ja von sich selbst, dass sie sonnensüchtig sind – und wie eine neue Studie belegt, könnten sie damit sogar richtig liegen.

Schon länger ist bekannt, dass Sonnenanbeter unterscheiden können, ob sie mit echtem oder falschem UV Licht bestrahlt werden und dass es zu Entzugserscheinungen kommen kann.

David Fisher vom Massachusetts General Hospital in Boston wollte es genauer wissen und hat Mäusen ein tägliches Sonnenbad verpasst, dass beim Menschen 20 bis 30 Minuten am Strand von Miami entspricht. Schon nach einer Woche stiegen bei den Mäusen die Beta-Endorphinwerte im Blut. Setzte man die Tiere auf Entzug, kam es zu typischen Symptomen wie Zittern, Unruhe und Zähneklappern.

Beim Menschen dürfte es ähnlich sein: Unter Sonneneinstrahlung entsteht einerseits ein Hormon, das für die Bräunung der Haut sorgt. Daneben entsteht aber auch Endorphin, das dann ein Suchtverhalten nach mehr Sonne auslösen kann. Dies könnte sogar evolutionär von Vorteil sein, da so die Versorgung mit Vitamin D verbessert wird, das ja bei Sonneneinstrahlung vom Körper auch selbst gebildet wird.

Dennoch kann die Sonnensucht zum Problem werden – schließlich erhöht sich durch Sonneneinstrahlung das Hautkrebsrisiko deutlich. Wer sich in der Sonne aufhält, sollte sich also auch entsprechend schützen.

Bild: “Young Woman With Sun Tan Lotion” by stockimages, freedigitalphotos.net