Katholische Fastenzeit

Katholische Fastenzeit kompakt

  • Fasten von Aschermittwoch bis Karsamstag
  • Klassisch nur Verzicht auf Fleisch, heute aber auch auf weitere Genussmittel nach eigener Entscheidung
  • Sonntage sind fastenfrei
  • Dient nicht primär der Gewichtsabnahme sondern einem bewussteren (religiösen) Leben

Katholische Fastenzeit im Detail

Allgemeines zur Fastenzeit

Die Fastenzeit vor Ostern ist nicht nur Katholiken ein Begriff, hat sie doch eine fast 2.000 Jahre alte Tradition, die sich freilich verschiedentlich gewandelt hat. Wir stellen hier eine moderne Interpretation dar, die nicht nur für gläubige Katholiken geeignet ist.

Zum einen soll man in der Fastenzeit tatsächlich fasten, sich also bei seiner Ernährung einschränken. Gleichzeitig soll Sie aber auch einer inneren Einkehr dienen. Die katholische Tradition verfolgt damit einen “ganzheitlichen” Ansatz, der – ggf. modern interpretiert – gut in die heutige Zeit passt.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch nach den “tollen Karnevalstagen” und endet in der Osternacht, also der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag. Das Abendessen – ggf. nach dem Besuch einer kirchlichen Osterfeier – am Karsamstag unterfällt damit nicht mehr dem Fastengebot. In manchen Gegenden ist es aber Tradition, nur bis zum Mittag am Karsamstag zu fasten (12h).

Übrigens, auf die 40 Tage kommt man, da die Sonntage nicht mitgezählt werden.

Ernährung während der Fastenzeit

Die katholische Kirche schreibt während der Fastenzeit grundsätzlich den Verzicht auf Fleisch vor. Inzwischen wird aber empfohlen, auch auf andere Genüsse zu verzichten: z.B. Alkohol, Süßigkeiten oder Kaffee, was jeder individuell für sich entscheiden kann. So können Sie z.B. für sich festlegen, dass Sie kein Fleisch mehr essen, auf Alkohol verzichten und statt Cappuccino nur noch normalen Kaffee trinken. Grundsätzlich soll man an den Fastentagen nicht schlemmen und eher zurückhaltend essen.

Daneben gibt es zwei strenge Fastentage, den Aschermittwoch und den Karfreitag. An diesen soll man nur eine sättigende Mahlzeit und zusätzlich eine kleine Stärkung zu sich nehmen.

Dieses Gebot galt übrigens früher für alle Fastentage, was nur noch von wenigen Menschen so praktiziert wird. Viele Fastende bestimmen aber einen wöchentlichen Fastentag, an dem die gleichen strengen Regeln gelten wie am Aschwermittwoch, z.B. den Donnerstag oder den Freitag.

Erleichtert wird das Fasten dadurch, dass der Sonntag fastenfrei ist – hier soll sogar gefeiert werden.

Übrigens, nach der katholischen Tradition sollen Jugendliche unter 14 und Senioren über 60 nicht fasten. Während das Verbot für Jugendliche absolut sinnvoll ist, können Sie aber als über-60-jähriger fasten. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt.

Bewussteres Leben in der Fastenzeit

Traditionell soll man in der Fastenzeit auch religiös bewusster leben und z.B. mehr beten und Gottesdienste besuchen. Wenn Sie gläubig sind, ist dies sogar empfehlenswert. Modern interpretiert geht es aber auch um ein bewussteres Leben. So können Sie

  • auch auf andere Dinge verzichten: Autofahren, Fernsehen, Rauchen;
  • sich mehr Zeit für Ihrer Familie und Kinder nehmen;
  • mehr Lesen;
  • mit Yoga anfangen
  • oder tatsächlich einmal eine Kirche besuchen.

Ein weiterer Aspekt ist die Solidarität mit den Armen. So können Sie einerseits spenden, andererseits selbst aktiv tätig werden: Bringen Sie Lebensmittel zu den Tafeln, spenden Sie Bücher für die Bücherei vor Ort, . Oder helfen Sie: Ihrem Nachbarn bei für ihn schwierigen Arbeiten (Rasenmähen), besorgen Sie der älteren Dame von gegenüber die Einkäufe oder passen Sie auf die Kinder der alleinerziehenden Freundin auf. Es gibt so viel, was Sie auch im kleinen bewegen können.

Bewertung Katholische Fastenzeit

Die katholische Fastenzeit ist ein ganzheitlicher Ansatz für ein bewussteres Leben, der insbesondere auch eine bewusstere Ernährung mit einschließt. Sie kann individuell gestaltet werden. Wenn sie auch generell als Einstieg (oder regelmäßige Verfestigung) in eine “umgestelltes” Leben dient, ist sie uneingeschränkt empfehlenswert – auch für Menschen, die nicht (katholisch) gläubig sind.

Mehr Informationen zur Fastenzeit

Fastenkalender, der einem für jeden Tag passende Rezepte anzeigt

Beispielplan für die Ernährung in der Fastenzeit

Rezepte für die Fastenzeit

Mehr Informationen beim Portal der katholischen Kirche

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 13.02.2013