19. März 2013
Diabetes bedeutete früher strenge Diät und Verzicht auf Genussreiches: nichts Süßes, keinen Alkohol und eine permanente Kontrolle der Essensportionen. Heutzutage liegt der Fokus bei der Diagnose Diabetes mehr auf einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung. In Maßen ist alles erlaubt. Das Leben mit Diabetes erfordert einen sehr bewussten Umgang mit sich selbst. Aber Diabetes und Lebensqualität sind miteinander vereinbar. Diverse Schulungsmöglichkeiten und Selbsthilfegruppen, in denen Erfahrungen ausgetauscht werden, erleichtern den Umgang mit der Krankheit im Alltag.
Die Diagnose Diabetes Typ I (Autoimmunerkrankung) trifft junge Menschen. Meist ist eine Insulintherapie unabdingbar, denn die Inselzellen der Pankreas arbeiten unzureichend oder gar nicht mehr. Befindlichkeit, Konzentrationsvermögen und Stimmungen des Diabetikers werden maßgeblich der Höhe der Insulingaben beeinflusst. Wichtig ist daher die regelmäßige Überwachung des Blutzuckerspiegels, um die erforderliche Menge an Insulin zuführen zu können. Moderne, handliche Blutzuckermessgeräte und Insulin-Pens machen Insulintherapie inzwischen äußerst einfach und unkompliziert und schränken im Alltag im Grunde nicht ein.
Beim Diabetes Typ II (Altersdiabetes) besteht häufig noch die Option, die körpereigene Produktion von Insulin mit unterschiedlichen Mitteln anzuregen. Diese Mittel verbessern die Insulinempfindlichkeit der Zellen und die Aufnahme der Glukose ins Muskel- und Fettgewebe. Sulfonylharnstoffe und Glinide steigern den Insulinausstoß der Bauchspeicheldrüse. Andere Wirkstoffe verzögern den Abbau von Kohlehydraten im Darmbereich. Der Zuckerstatus ist in permanenter Bewegung und es braucht oft Geduld bis zur optimalen Einstellung.
Neben der Therapie mit Insulin sollte vor allem die Ernährung im Fokus stehen. Gesunde, ausgewogene Ernährung heißt in diesem Falle aber nicht auf alles zu verzichten oder sämtliche Kohlehydrate im Speiseplan zu drücken, sondern seine Ernährungsgewohnheiten individuell an den Blutzuckerspiegel anzupassen und dadurch den Stoffwechsel im Körper zu fördern. Unterstützend wirkt dabei sportliche Aktivität, was nicht zwangsläufig Hochleistungssport impliziert, sondern sich eher auf eine gesunde Lebensführung bezieht, was Tätigkeiten wie Radfahren, Wandern, Gymnastik, Kardiotraining oder Freizeit- und Mannschaftssport mit einschließt.
Einer der wichtigsten Punkte der Therapie ist zudem die regelmäßige Kontrolle. Denn die meisten der Folgeerkrankungen, die den gesamten Körper betreffen können, sind vermeidbar. Komplikationen wie Nervenschmerzen (diabetische Polyneuropathie), Herzerkrankungen, Nierenunterfunktion, Depressionen, erektile Dysfunktion oder Schädigungen des Magens treten häufig auf, wenn die therapeutischen Maßnahmen nicht richtig angepasst sind und die regelmäßigen Check-Ups vernachlässigt werden.
Die Diagnose Diabetes verändert das Leben. Trotzdem haben Sie viele Möglichkeiten. Testen Sie, wie Ihr Körper reagiert. Messen Sie Ihre Werte, bevor Sie aktiv werden und dann nochmals danach. Entscheidend ist, dass Sie lernen, wie Ihr Körper reagiert und was Sie ihm zumuten können. Der Joker im Leben eines Diabetikers heißt Ausgewogenheit.
24. Oktober 2012
Eine aktuelle Studie belegt, dass an Diabetes erkrankte Menschen mehr Hülsenfrüchte essen sollten. Bei der an der Universität Toronto durchgeführten Untersuchung zeigte sich, dass die Teilnehmer, die jeden Tag eine Tasse gekochten Bohnen, Kichererbsen, Linsen oder anderen Hülsenfrüchten verzehrten, niedrigeren Blutdruck und bessere HbA1c Blutwerte hatten – sogar bessere als die der Teilnehmer in der Kontrollgruppe, die verstärkt Vollkornprodukte aßen.
Die Forscher führen den Erfolg der “Hülsenfrucht-Diät” darauf zurück, dass die Kohlenhydrate in Bohnen, Kichererbsen und Co. langsam aufgeschlossenen werden und sich somit positiv auf die Blutzuckerwerte auswirkten. Auch der hohen Fasergehalt der Hülsenfrüchte sei positiv hervorzuheben.
Damit ist der Verzehr von Hülsenfrüchten aber allen Menschen zu empfehlen, denen an einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gelegen ist.
Hier bei umstellung.info finden Sie u.a. in der Rubrik Gemüserezepte zahlreiche Tipps und Anregungen, was Sie aus Hülsenfrüchten machen können. Darunter z.B. das ägyptische Nationalgericht Ful Medames, Linsen mit Knoblauch und Thymian oder auch Salat mit Kichererbsen.
Quelle: Arch Intern Med. 2012;():1-2. doi:10.1001/2013.jamainternmed.871
Bildquelle: TeddyBear[Picnic] / FreeDigitalPhotos.net
4. Oktober 2012
Menschen, die an Typ-2 Diabetes erkrankt sind, sollten nicht nur auf eine gesunde Ernährung sondern auch auf ausreichende Bewegung achten.
In der aktuellen Studie “Physical Activity and Mortality in Individuals With Diabetes Mellitus” kommen niederländische Forscher zu der Erkenntnis, dass das Sterberisiko von Diabetikern, die sich regelmäßig bewegen, um 38% niedriger liegt. Und dabei muss es nicht einmal Leistungssport sein – schon moderate Bewegung reicht aus, wie z.B, regelmäßiges Spazieren.
Und wer schon vorher gesund isst und sich in Bewegung ist, hat ein deutlich niedrigeres Risiko, an Diabetes zu erkranken!
10. Mai 2012
Wer starkes Übergewicht hat, schläft auch schlechter und setzt sich dadurch weiteren gesundheitlichen Risiken aus, wie die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie jetzt meldet.
Einer der Gründe: Fetteinlagerungen im Halsbereich drücken auf den oberen Halsbereich und verringern so den Durchmesser der oberen Atemwege, was zu einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) führen kann. Von einer OSA spricht man, wenn es zu mehr als fünf Atemaussetzern pro Stunde kommt, was naturgemäß zu einem unruhigeren Schlaf führt. Die Folge: Unausgeschlafenheit, die wiederum zu gesundheitlichen Folgeproblemen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und langfristig zu Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) führen kann. Dies sind fatalerweise Krankheiten, die auch durch das erhöhte Gewicht selbst gefördert werden – ein Teufelskreis.
Die Mediziner raten daher ganz dringen an, auch unter dem Aspekt eines gesunden Schlafs abzunehmen – von den langfristigen gesundheitlichen Folgen ganz zu schweigen.
19. März 2012
Forscher um Emily Hu von der “Harvard School of Public Health” weisen nach einer Auswertung von vier Studien darauf hin, dass der häufige Verzehr von weißem Reis das Risiko, an Diabetes Mellitus Typ 2 zu erkranken, deutlich erhöht.
Angenommen wird, dass der hohe glykämische Index (GI) von weißem Reis dafür verantwortlich ist. Der GI ist ein Maß, das die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel misst. Je höher der GI eines Nahrungsmittels ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr an.
Dadurch wird wieder einmal belegt, dass Vollkornprodukte den “weißen” Varianten vorzuziehen sind. Und auch für die Befürworter von Low-Carb Ernährungskonzepten ist dies eine weitere Bestätigung, da diese zur Vermeidung von Speisen mit hohem GI raten.
14. November 2011
Rund 346 Millionen Menschen auf der Welt leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Diabetes. Die WHO geht zudem davon aus, dass sich die Zahl der Zuckerkranken bis 2030 verdoppeln wird, wenn die bisherige Entwicklung anhält.
Abgesehen von den enormen Kosten für die Gesundheitssysteme bringt die Erkrankung nicht unerhebliche Einschränkungen für jeden einzelnen betroffenen mit sich.
Dabei kann man selbst schon einiges tun, um das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich zu verringern. Am wichtigsten ist es, Übergewicht zu vermeiden oder schon bestehendes Übergewicht zumindest zu reduzieren. So bei 50% der neu an Diabetes Typ 2 erkrankten Patienten auf Medikamente verzichtet werden, wenn diese mindesten Hier bietet unsere beliebte schnelle Anleitung “Abnehmen ohne Diät” schnelle Hilfe und viele weiterführende Links zu den Themen abnehmen und gesunde Ernährung.
Also, fangen Sie am besten Tag direkt mit Ihrer Ernährungsumstellung an – der heute Tag ist ein guter Anlass und die Vermeidung von Diabetes ist ein guter Grund dafür.
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23. August 2011
Nach einer Untersuchung des “US-Institute for Health Metrics and Evaluation” ist die Lebenserwartung in vielen US-Landkreisen geringer als in anderen Industriestaaten. In einigen Gegenden in Mississippi mit 74,5 Jahren bei Frauen und 67 Jahren bei Männern sogar niedriger als in Honduras, Peru und El-Salvador. Dies korreliert mit dem Anteil fettleibiger an der Bevölkerung, der in Mississippi über 34% am höchsten in den USA ist.
Die Durchschnittamerikanerin wiegt in ihren Vierzigern inzwischen rund 78 Kilogramm, die Männer bringen es auf 91 Kilo – deutlich zu viel! Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzkreislaufstörungen sind die Folge.
Sie sehen also, wie wichtig es ist, sein Gewicht im Rahmen zu halten. Und wenn Sie damit frühzeitig beginnen, brauchen Sie nicht einmal eine Diät, da Sie so die schleichende Gewichtszunahme verhindern.
In unserer Anleitung “Abnehmen ohne Diät” erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand Abnehmen und Ihr Gewicht halten können. Also, warten Sie nicht, sondern starten Sie noch heute durch!
13. Juli 2011
Der Verzehr von Nüssen kann helfen, den Blutzucker langfristig zu senken und die Blutwerte zu verbessern. Nüsse sind zwar sehr kalorienreich, der hohe Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren wiegt diesen Nachteil anscheinend jedoch auf.
In einer durch die Universität Toronto durchgeführten Studie wurden 117 Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus auf drei verschiedene Diäten verteilt. In einer Gruppe verzehrten die Teilnehmer jeden Tag 75 Gramm Nüsse, in der zweiten Gruppe wurden stattdessen Muffins serviert und in der dritten Gruppe erhielten die Teilnehmer jeweils eine halbe Portion Nüsse oder Muffins.
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11. November 2010
Die Krankenkasse KKH-Allianz fordert ein Verbot von Werbung für Süßigkeiten und andere ungesunde Lebensmittel im Kinderprogramm, wie es schon in den skandinavischen Ländern besteht.
Viele Studien belegen den Zusammenhang zwischen Süßwarenkonsum und entsprechender Werbung bei Kindern, so Christian Klameth von der KKH-Allianz.
Und einer von der Felix Burda Stiftung veröffentlichten Studie zufolge könnten rund 90 Prozent der Diabetesfälle durch wie gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung vermieden werden – das Werbeverbot wäre mithin eine einfache Maßnahme, zukünftige Diabetesfälle zu vermeiden.
Laut KKH-Allianz sind derzeit rund sechs Millionen Menschen in Deutschland von der “Zuckerkrankheit” betroffen, bis 2025 soll die Zahl um über 50 Prozent steigen.
25. Oktober 2010
Wie eine australische Studie jetzt nahelegt, ist die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, für Kinder übergewichtiger Väter deutlich erhöht.
In einer Gruppe Ratten wurden die Männchen sehr kalorienhaltig ernährt, die Weibchen jedoch normal. Die Folge: die Männchen wurden stark übergewichtig. Die Töchter dieser übergewichtigen Rattenväter entwickelten im Erwachsenenalter Diabetes; auch sind bei Ihnen Gene verändert, die die für die Insulinausschüttung verantwortliche Bauchspeicheldrüse steuern.
In einer Kontrollgruppe mit normalgewichtigen Ratten trat die Erkrankung nicht auf. Ganz augenscheinlich werden bei den den übergewichtigen Vätern die Spermien krankhaft verändert.
Allein schon im Interesse Ihres zukünftigen Nachwuchs sollten Väter also auf ein gesundes Gewicht achten.