EHEC: Vorsicht auch bei selbstgezogenen Sprossen

14. Juni 2011

Inzwischen ist es sehr sicher, dass die aktuellen EHEC-Infektionen durch infizierte Sprossen aus dem Biohof in Bienenbüttel stammen. Doch immer noch ungeklärt ist, wie der Erreger auf die Sprossen gekommen ist.

Eine Theorie geht davon aus, dass bereits das Saatgut verunreinigt war. Sollte das zutreffen, könnten also auch selbstgezogene Sprossen als EHEC Überträger in Frage kommen, was bei einer betroffenen Familie anscheinend sogar der Fall war.

Bis zu einer endgültigen Klärung der Ursachen sollten Sie also auf den Verzehr auch von selbstangebauten Sprossen verzichten – denn “selbstgezogene Keimlinge” erhält derzeit eine ganz neue Bedeutung…

Wenn Sie auf den Verzehr von Sprossen nicht verzichten wollen, sollten Sie diese mindestens 10 Minuten bei mindestens 70° C erhitzen. Der Erreger wird dann abgetötet.

Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem laufenden halten.

EIL, EHEC: Warnung vor Sprossen bleibt bestehen – Gurken, Tomaten und Blattsalate unbedenklich

10. Juni 2011

Die Warnung vor dem Verzehr von Sprossen bleibt bestehen, die vor Gurken, Tomaten und Blattsalate wird hingegen aufgehoben.

Dennoch sollten Sie generell Gemüse aus dem Handel gut waschen und allgemeine Hygieneregeln besonders gut einhalten.

EHEC Quelle weiter unklar

6. Juni 2011

Zwar deutet nach wie vor vieles darauf hin, dass die aktuellen EHEC Infektionen über Sprossen aus einem Bio-Hof im niedersächsischen Bienenbüttel ausgelöst wurden, konkret nachgewiesen werden konnten die Erreger dort aber noch nicht.

Möglicherweise wird das auch gar nicht mehr möglich sein, da wahrscheinlich nur ältere Chargen betroffen sind, die schon gar nicht mehr in Umlauf sind.

Bis zu einer endgültigen Klärung sollten Sie Sprossen daher ganz vermeiden oder nur gut durchgegart verzehren.

Breaking News: Vermutlich Sprossen mit EHEC infiziert

5. Juni 2011

Ein neuer, aber diesmal sehr konkreter Verdacht: Wie am heutigen Abend bekannt wurde, sind wahrscheinlich Sprossen aus einem Betrieb in Uelzen mit EHEC verunreinigt. Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums vertreibt die Firma 18 Sprossensorten, darunter Mungobohnenkeimlinge, Radieschensprossen, Erbsenkeime und Linsensprossen.

Sie sollten also bis zu einer endgültigen Klärung auf den Verzehr von Sprossen verzichten oder diese nur gut durchgegart verzehren.

Wenn Sie also z.B. eine Wokpfanne mit Sojasprossen oder Mungobohnenkeimen zubereiten, sollten Sie diese kurz mit siedendem Wasser übergießen und dann 10 Minuten bei mindestens 70° Grad mitkochen.

Übrigens, 1996 haben sich in Japan rund 12.600 Menschen über Radieschenkeime mit EHEC infiziert.

Wir werden Sie weiter über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Fragen und Antworten rund um EHEC online

1. Juni 2011

Rund um das Thema EHEC gibt es viele Fragen, die wir jetzt auf einer Sonderseite zum Thema behandeln.

Hier finden Sie allgemeine Informationen zum Erreger, Symptomen, Vorsichtsmaßnahmen und Behandlung, aber auch die Antworten auf ganz konkrete Fragen wie z.B. die, ob man noch Tomatensaft trinken kann.

Wir werden die Seite in den nächsten Tagen fortlaufend aktualisieren und beantworten auch Ihre Fragen zu EHEC.

Zu unserer Sonderseite:

Fragen und Antworten zu EHEC

10 Tipps, wie Sie trotz EHEC genug Vitamine und Ballaststoffe bekommen

31. Mai 2011

Viele Menschen verzichten derzeit aus Angst vor einer EHEC Infektion auf Gemüse und Salate. Das Problem: damit fehlen einem auch viele Vitamine und insbesondere Ballaststoffe.

Hier unsere 10 Tipps, wie Sie sich trotzdem gesund ernähren können:

  1. Essen Sie Tiefkühlgemüse – das hat ohnehin oft mehr Vitamine als frisches Gemüse.
  2. Kaufen Sie Gemüse beim Biobauern um die Ecke. Einige Adressen finden Sie in unserem Verzeichnis der Gemüsekisten.
  3. Tomaten können Sie mit kochendem Wasser übergießen, einige Sekunden darin liegen lassen und dann schälen – perfekt für einen Tomatensalat.
  4. Bei Ofentomaten werden die Keime ebenfalls getötet.
  5. Keine Angst vor Paprika, wenn Sie diese als italienisches Ofengemüse zubereiten.
  6. Sie trauen Gemüse gar nicht? Dann trinken Sie zumindest einen Obst- oder Gemüsesaft.
  7. Auch Äpfel haben viele Vitamine und Ballaststoffe.
  8. Sauerkraut versorgt Sie hervorragend mit Vitamin C.
  9. Bohnen, Erbsen und Linsen – entweder getrocknet oder aus der Dose sind ebenfalls ein gute Lieferant für Pflanzenstoffe
  10. Langfristig: Bauen Sie selbst Gemüse an. Das geht gut im eigenen Garten oder auch in Töpfen auf dem Balkon. Hier finden Sie bald Tipps zum Gärtnern.

Mit diesen Tipps kommen Sie gesund durch die EHEC-Zeit!

Übrigens, auf unserer Sonderseite finden Sie Fragen und Antworten rund um EHEC.

BringMirBio nimmt zu EHEC Stellung

30. Mai 2011

Der online-Versender für Bio-Gemüse, BringMirBio hat zur EHEC Problematik Stellung genommen:

Das Unternehmen macht darauf aufmerksam, dass der Infektionsherd für die aktuellen EHEC-Erkrankungen noch nicht endgültig feststeht, auch wenn der spanische Betrieb Frunet unter Verdacht steht. Der Keim wurde auf dort angebauten Gurken gefunden, die wahrscheinlich durch unsauberes Wasser verschmutzt wurden.

Der Händler führt weiter aus, dass er den Einkauf spanischer Ware schon seit einiger Zeit so gering wie möglich hält, da die Transportwege sehr weit sind, Wasserknappheit in Spanien ein Problem ist und es nur wenige Produzenten gibt, die ausschließlich Bioware erzeugen.

BringMirBio bezieht seine Gurken vom niederländischen Erzeuger Poldervaart André aus Vierpolders, der ein Demeter-Betrieb ist. Die Pflanzen dort werden mit pflanzlichen Düngern versorgt und mit gefiltertem Wasser bewässert.

Alle von BringMirBio vertriebenen Erzeugnisse die von niederländischen Bio-Bauern bezogen wurden, insbesondere Gurken, Paprika und Tomaten, wurden vorsorglich auf EHEC untersucht und es wurden keine Erreger gefunden.

Die Salate bei BringMirBio stammen alle aus regionaler Erzeugung, vor allem aus Niederbayern von der Demeter-Gärtnerei Stockner.

Mehr Informationen gibt es direkt bei BringMirBio.

Eilmeldung: Wahrscheinlich spanische Gurken mit Ehec infiziert

26. Mai 2011

Wahrscheinlicher Auslöser der derzeit grassierenden starken Ehec Infektionen (Durchfall) sind wahrscheinlich Gurken aus Spanien.

Dies teilte das Hygieneinstitut in Hamburg mit. Die entsprechende Ware sill aus dem Handel genommen werden.

Es ist bis zu einer endgültigen Klärung davon abzuraten, Gurken zu essen. Auch andere Gemüse sollen gut gewaschen und die Hygieneempfehlungen eingehalten werden.

Ehec auf dem Vormarsch – Rohkost unbedingt waschen

23. Mai 2011

Derzeit grassiert in Deutschland das Ehec-Bakterium (enterohämorrhagisches Escherichia coli), das zu starken blutigen Durchfällen führen kann (hämolytisch-urämisches Syndrom, kurz HUS). Die Erkrankung kann im Verlauf tödlich sein.

Der Erkrankungsherd ist noch unklar, Forscher haben aber infizierte Rohkost, die wahrscheinlich mit Gülle gedüngt wurde, in Verdacht – doch gesichert ist dies nicht. Auch Fleisch oder andere Lebensmittel könnten der Überträger sein.

Sie sollten daher unbedingt folgende Ratschläge befolgen:

  • Gemüse sehr gut waschen, insbesondere solches, das roh verzehrt wird,
  • Schneidebretter und Messer möglichst nur einmal verwenden und dann gut waschen,
  • Fleisch nur gut durchgegart verzehren,
  • Rohmilch vermeiden,
  • Kinder nicht auf Feldern/in Ställen spielen lassen,
  • Hände gründlich waschen (mindestens 20 Sekunden einseifen und gut abspülen),
  • öffentliche Toiletten vermeiden.

Und wenn Sie dennoch an Durchfall erkranken, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.