Die Verbraucherzentralen und das Eiweißbrot
26. Juni 2012
Wer zum Abnehmen auf den Verzehr von Kohlenhydraten verzichtet, muss seine Ernährungsgewohnheiten in einigen Punkten umstellen. Gerade der Verzicht auf das “Abendbrot” fällt vielen Menschen schwer, sollen die Kohlenhydrate doch gerade am Abend vermieden werden.
Um diesem Dilemma abzuhelfen, haben inzwischen viele Bäckereiketten aber auch einzelne Bäcker sog. Eiweißbrote, auch Proteinbrote genannt, im Angebot. Bei diesen wird das Mehl weitgehend durch Sojasaaten, Körner und andere proteinhaltige Zutaten ersetzt. Damit haben diese Brote nur sehr wenig Kohlenhydrate – zumeist zwischen 5% und 10% – und im Gegenzug viel Eiweiß, oft um die 25% oder mehr.
Verbraucherschützer bemängeln die Low-Carb-Brote nun unter drei Gesichtspunkten: Sie würden viel mehr Fett und damit Kalorien enthalten als “echtes Brot”, sie wären zu teuer und würden nicht schmecken. Dies zumindest kann man einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bayern entnehmen.
Richtig ist zunächst: Vom Eiweißbrot allein nimmt keiner ab. Der Effekt funktioniert nur dann, wenn man sich grundsätzlich kohlenhydratarm ernährt und seinem Körper beigebracht hat, anstatt der Kohlenhydrate die körpereigenen und mit der Nahrung aufgenommen Fette zu verbrennen, einen Stoffwechselzustand, den man Ketose nennt. Wichtig ist dabei auch: Abnehmen kann man auch dabei nur, wenn man weniger Kalorien isst, als man verbraucht. Gerade das fällt beim Verzehr von Eiweißbrot aber leichter. Denn gerade Proteine und Fette sättigen viel schneller, als Kohlenhydrate. Letztere sind im übrigen nicht essentiell, d.h. lebensnotwendig, sondern nur ein schneller Energielieferant.







